Patientengewinnung durch effektives Praxismarketing

Patientengewinnung durch effektives Praxismarketing

Als gewinnorientiertes Unternehmen, muss eine Arztpraxis auch als solches geführt werden. Das bedeutet, dass vor allem in Großstädten, wo die Konkurrenz am stärksten ist, eine Expertise nicht ausreicht, um genügend Patienten zu gewinnen. Ein professionelles Praxismarketing und auch eine Digitalisierung im Gesundheitswesen sind somit unverzichtbar. Nebst dem Arzneimittelversand, der ebenfalls Teil der Digitalisierung ist und viele Vorteile bietet, ist das künftige E- Rezept ein wichtiger Baustein. Patienten, die vor allem beim Verlassen des Hauses Hilfe beanspruchen müssen, haben mit dem E-Rezept eine angenehme Möglichkeit, ihre Medikamente per telefonischer Bestellung zu erhalten. Auch in Regionen, in denen die Struktur nur schwach ausgebildet ist und die Lage somit keinen Anreiz für Präsenzapotheken bietet, ist dies ein großer Vorteil.

Vorgehensweise bei der Bestellung in Versandapotheken

Die Bestellung etwa in einer Versandapotheke in NRW gleicht der in einem Online- Shop. Mit der Suchfunktion lässt sich aus der gesamten Produktpalette, die auf der Internetseite verzeichnet ist, das gewünschte Medikament finden und in den Warenkorb legen. Wie in den meisten Shops auch, ist ein Benutzerkonto notwendig, in dem die persönlichen Daten, wie Name, Adresse und Bankangaben hinterlegt werden. Bevor dies jedoch gemacht wird, ist es von großer Wichtigkeit sicherzustellen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Nur wenn die Pflichtangaben, die jede Apotheke auf ihrer Seite angeben muss, vollständig sind und diese auch geprüft wurden, ist Sicherheit gewährleistet. Diese Angaben inkludieren den Namen des Apothekers, sowie auch die Adresse des Ladengeschäfts hinter der Online- Apotheke. Weiterhin die zuständige Apothekenkammer und die zuständige Aufsichtsbehörde.

Bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten sollte die Bestellung innerhalb von zwei Werktagen geliefert sein. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten muss eine Wartezeit eingeplant werden, da das Originalrezept des Arztes zuvor bei der Apotheke eingegangen sein muss, was per Fax oder elektronisch nicht zulässig ist. Die Bezahlung kann per Nachnahme oder per Bankeinzug, per Kreditkarte, per Vorkasse oder auf Rechnung erfolgen. Da oft zu den Rechnungsgebühren noch Versandkosten addiert werden, ist es ratsam abzuwägen, ob sich der Aufwand lohnt oder ob eine Präsenzapotheke nicht doch günstiger ist.

Vorteile und Nachteile einer Versandapotheke

Es ist ein großer Vorteil für Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sowie Senioren oder chronisch Kranke, für die es mit viel Mühe verbunden ist, jedesmal zur Apotheke zu gehen. Auch für diejenigen, die durch ihre Arbeitszeit oft erst sehr spät zum Einkaufen kommen und als einzige Option zum Notdienst fahren können, wodurch zusätzliche Gebühren entstehen, ist es eine große Hilfe. Das Angebot ist transparent und übersichtlich und ermöglicht durch die Suchfunktion ein schnelles Finden des Medikaments. Auch die oft schnelle Lieferzeit und diverse Preisvorteile tragen zu den vorteilhaften Faktoren bei. Oft gibt es Rabattsysteme oder Gutscheinmodelle, weshalb sich ein Vergleich verschiedener Online- Apotheken lohnt.

Nachteilig ist, dass der Patient, der unter einer akuten Krankheit leidet, sein Medikament umgehend braucht, rezeptpflichtige Medikamente jedoch eine Wartezeit beanspruchen, da das Rezept erst vorliegen muss. Da die Lieferung Kosten verursacht, erhöht sich der Preis der Medikamente, was folglich auch bedeutet, dass sich der Versand im Falle eines einzelnen Medikaments nicht lohnt. Die telefonische Beratung unter der kostenfreien Hotline ist zwar eine positive Eigenschaft, dennoch fehlen Möglichkeiten, die in einer stationären Apotheke vorhanden sind. Hierzu zählt nebst der persönlichen Beratung zum Beispiel die Blutzuckerbestimmung, die Blutdruckmessung, die Körperfettmessung oder auch die Körpergewichtskontrolle.

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