Patienten fragen – Experten antworten: 3. bundesweite Telefonaktion zu Lymphomen

Anlass der Telefonaktion ist der Welt-Lymphom-Tag, der von der Lymphom-Koalition, einem Zusammenschluss internationaler Lymphom-Selbsthilfe-Organisationen, vor sieben Jahren ins Leben gerufen wurde. Weltweit beteiligen sich an diesem Tag Ärzte, Wissenschaftler und Selbsthilfegruppen an Aktionen, um den Bekanntheitsgrad der Erkrankung in der Öffentlichkeit zu erhöhen, die Erkennung von Symptomen zu verbessern und eine frühe und korrekte Diagnose zu gewährleisten.

Die Nummer der kostenlosen Hotline lautet: 0800 – 0 60 4000. Folgende Experten der KML-Studiengruppen werden am 15. September 2010 von 18-20 Uhr Fragen zu verschiedenen Lymphom-Erkrankungen beantworten:

– Hodgkin Lymphome
Prof. Dr. med. Dr. h.c. V. Diehl, Uniklinik Köln

– Chronische lymphatische Leukämie (CLL)
Prof. Dr. med. M. Hallek, Uniklinik Köln

– Aggressive (hochmaligne) Non-Hodgkin-Lymphome
Prof. Dr. med. N. Schmitz, Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

– Indolente (niedrigmaligne) Non-Hodgkin-Lymphome
Prof. Dr. med. W. Hiddemann, Klinikum der Universität München/Großhadern

– Aggressive & indolente (hoch- und niedrigmaligne) Non-Hodgkin-Lymphome
Prof. Dr. med. M. Herold, Helios Klinikum, Erfurt

– Plasmozytom/Multiples Myelom
Prof. Dr. med. H. Einsele, Universitätsklinikum Würzburg

– Lymphome nach Transplantationen (PTLD)
PD Dr. med. R. U. Trappe, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Was sind Lymphome?

Lymphome sind bösartige (=maligne) Neubildungen von Zellen des lymphatischen Systems. Ausgehend von einer bösartig veränderten Zelle entstehen sie durch unkontrollierte Vermehrung. Über die Lymph- und Blutgefäße können sich diese Lymphomzellen im ganzen Körper ausbreiten. Bei einigen Lymphomarten bilden sich Tumore, die ertastet oder durch spezielle Untersuchungen sichtbar gemacht werden können. Obwohl jedes Jahr in Deutschland etwa 20.000 Menschen neu an einem Lymphom erkranken, sind Lymphome in der Allgemeinbevölkerung weitgehend unbekannt.

Wird ein Lymphom frühzeitig erkannt und optimal behandelt, sind die Chancen für die dauerhafte Heilung einiger Lymphomarten sehr groß und liegen beispielsweise für das Hodgkin Lymphom bei über 80 Prozent. Doch auch für andere Lymphomarten gibt es immer bessere Heilungschancen, da in klinischen Studien laufend neue Therapiekonzepte erprobt werden, die zu einer stetigen Verbesserung der Therapieergebnisse führen.

Ansprechpartnerinnen für die Presse:
Silke Hellmich
Information & Kommunikation
Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.
Universitätsklinikum Köln (AöR)
Joseph-Stelzmann-Str. 9
D-50924 Köln
Tel.: +(49)221-478-7405
Fax: +(49)221-478-7406
E-Mail: <silke.hellmich@uk-koeln.de>

Dr. med. Ulrike Holtkamp
Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V.
Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn
Tel.: +(49)228 33 88 9 211
Fax: +(49)228 33 88 9 222
E-Mail: <u.holtkamp@leukaemie-hilfe.de>

Im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. haben sich die führenden Lymphom-Studiengruppen und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern und neue Ergebnisse aus der Forschung schnellstmöglich in die Patientenversorgung zu überführen. Auch Patienten und Selbsthilfeverbände sind eingebunden, so dass ihre Fragen und Bedürfnisse in die Gestaltung der Forschungsprojekte einfließen. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome ist eines von inzwischen 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet wurden. Weitere Informationen:
<www.lymphome.de>

Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. ist der Bundesverband der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Erwachsenen mit Leukämien und Lymphomen. Ihr gehören zurzeit 90 Vereine und Initiativen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien an. Nähere Informationen:
<www.leukaemie-hilfe.de>
(idw, 07/2010)

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