PA der DGK: Neuer Score aus Leipzig errechnet individuelle Prognose für Herzklappen-Reparatur

Neuer Score aus Leipzig errechnet individuelle Prognose für Herzklappen-Reparatur

Leipzig, Stockholm/ Dienstag, 31. August 2010 – Ein neuer „Leipziger Mitralklappen Score“ erlaubt jetzt eine genaue Vorhersage der Rekonstruierbarkeit einer Herzklappe („Mitralklappe“) und damit des Operationsergebnisses bei einem individuellen Patienten. Das Team um Dr. Michael Borger vom Herzzentrum der Universität Leipzig hatte zuvor die Daten von insgesamt 2705 Patienten gesammelt und ausgewertet, die zwischen 1999 und 2009 am Herzzentrum Leipzig mittels minimal invasiver Technik an der Mitralklappe operiert wurden. Insgesamt wurden 33 Variablen identifiziert, die einen Einfluss auf das Operationsergebnis haben könnten.

Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Mitralklappen Rekonstruktion könne damit als sehr niedrig, moderat, hoch und sehr hoch eingestuft werden. „Dieser Score ist insbesondere als Entscheidungshilfe für Patienten sowie zuweisende Kardiologen hilfreich“, sagte Dr. Borger auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC; 28. August bis 1. September) in Stockholm.

Die Mitralklappe trennt die linke Vorkammer von der Hauptkammer und funktioniert wie ein Ventil, das bei der Kontraktion den Rückfluss des Blutes aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof verhindern soll. Die Mitralklappen-Rekonstruktion ist heute die Behandlungsform der Wahl für die Korrektur der Mitralinsuffizienz. „Die chirurgische Mitralklappen-Rekonstruktion zeigt signifikant bessere Ergebnisse im Vergleich zum operativen Mitralklappen-Ersatz. Allerdings ist es aktuell unmöglich eine Vorhersage über die Rekonstruierbarkeit einer „individuellen“ Mitralklappe zu treffen“, erklärt Dr. Borger. „Zur Verbesserung der Therapieplanung sowie Entscheidungsfindung ob und mit welchem zu erwartenden Erfolg eine Mitralklappen-Operation durchgeführt werden kann, haben wir diesen Mitralklappen-Score entwickelt.“

Der Score berücksichtigt über 30 Variablen bei denen vor allem auch anatomische Gegebenheiten, die mit bildgebenden Techniken erfassbar sind, eingehen.

Kontakt:

Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher der DGK)

Roland Bettschart, B&K – Medien- und Kommunikationsberatung GmbH

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(idw, 08/2010)

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