PA der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm

Göttingen, Stockholm/ Dienstag, 31. August 2010 – Ein neuer, hoch sensitiver Test (Troponin T (hsTnT) Assay) könnte die Risiko-Einschätzung von Patienten mit akuter Lungenembolie mit normalem Blutdruck („normotensiv“) verbessern. „Das ist besonders bei der Identifizierung von Patienten mit niedrigem Risiko hilfreich, die möglicherweise für eine ambulante Behandlung geeignet sind“, berichtet Dr. Mareike Lankeit (Herzzentrum, Universitätsmedizin Göttingen) auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC; 28. August bis 1. September) in Stockholm.

In der von ihr, gemeinsam mit Kardiologen aus Heidelberg und Griechenland durchgeführten Studie wurde der prognostische Stellenwert des neuen hoch-sensitiven Troponin T (hsTnT) Assays bei 156 normotensiven Patienten mit akuter Lungenembolie untersucht und mit dem herkömmlichen Troponin T (cTnT) Assay verglichen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme konnte bei 71 Patienten (45,5%) Troponin T mit dem herkömmlichen Test nicht bestimmt werden, während der Biomarker durch Verwendung des hochsensitiven Assays bei allen Patienten nachweisbar war. Ein weiteres Ergebnis: 50 Prozent der Patienten mit einem komplizierten Verlauf wären durch den konventionellen cTnT Assay fälschlich als Patienten mit niedrigem Risiko klassifiziert worden.

In Deutschland versterben jährlich rund 40.000 Patienten an den Folgen einer akuten Lungenembolie (LE). Sowohl die Europäische (ESC) als auch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) betonen in ihren aktuellen Leitlinien die Bedeutung einer möglichst frühzeitigen Abschätzung des Todes- und Komplikationsrisikos von Patienten mit Lungenembolie, um die Intensität der Therapie entsprechend anzupassen.

Kontakt:

Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher der DGK)

Roland Bettschart, B&K – Medien- und Kommunikationsberatung GmbH

Mobil +43-676-6356775; Tel.: +43-1-3194378-22; bettschart@bkkommunikation.com
(idw, 08/2010)

Scroll to Top