OTH Regensburg gründet Center of Health Sciences and Technology

Die OTH Regensburg hat anlässlich der Fachtagung zum Thema „Gesundheit im 21. Jahrhundert – Ethische, rechtliche, soziale und technische Aspekte von Gesundheit und Pflege in interdisziplinärer Perspektive“ am 17./18. März ihr neues Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST) vorgestellt. „Das RCHST soll ein leistungsstarkes Zentrum für die Oberpfalz und Ostbayern werden, das national wie auch international für hochqualifizierte Forschung attraktiv ist“, so Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg bei der Vorstellung des Centers. In dem Center sind alle Aktivitäten und Kompetenzen aus den Bereichen Pflege, Medizintechnik und Sozialforschung der OTH Regensburg gebündelt. Die Bedeutung des Themas Gesundheit habe die OTH Regensburg früh erkannt, so Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, in seiner Begrüßung. Seit etwa 10 Jahren arbeite die OTH Regensburg engagiert und erfolgreich daran, Kompetenzen in diesem Bereich über alle Fakultäten hinweg zu etablieren. Die Gründung des RCHST sei nun der vorläufige Höhepunkt dieser Aktivitäten, so Präsident Prof. Dr. Baier. Neben zahlreichen Fachvorträgen von hochkarätigen Referenten gab es bei der Fachtagung auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft, darunter Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Albert Füracker. Des Weiteren wurden zwei verschiedene Preise an Studierende für ihre herausragende Bachelor- und Masterarbeiten verliehen: der bundesweite Integrata-Preis für die humane Nutzung der IT in der Pflege und der Otto Helmut und Alice Eckl-Preis für studentische Leistungen im Bereich Pflege. Die Otto Helmut und Alice Eckl-Stiftung war auch Sponsor der Veranstaltung. Insgesamt 150 Teilnehmer nahmen an der Fachtagung an der OTH Regensburg teil. Organisiert hat die Tagung das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) der OTH Regensburg.

Center ist Antwort der OTH Regensburg auf Bedarf in der Region

Prof. Dr. Klaudia Winkler stellte anlässlich der Fachtagung das Regensburg Center of Health Sciences and Technology der OTH Regensburg vor. Das Center sei eine Antwort auf den Bedarf in der Region und im Umfeld der OTH Regensburg. Die OTH Regensburg hat in den vergangenen zehn Jahren im Zuge der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe zahlreiche neue Studiengänge eingerichtet, wie zum Beispiel Medizininformatik, Biomedical Engineering, Pflege, Physiotherapie. In Planung ist derzeit der Master Klinische Pflege in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Es kamen, laut Prof. Dr. Winkler, rund 15 neue Professuren in diesem Themenfeld hinzu. Zwei große Forschungseinheiten, das Regensburg Center of Biomedical Engineering und das Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung haben sich im Bereich Forschung dazu an der OTH Regensburg etabliert. Das RCHST sei aber auch eine Antwort auf den Megatrend „Gesundheit“, so Prof. Dr. Winkler. Die OTH Regensburg liefert qualifizierte Absolventen für diesen wichtigen Zukunfts- und Wachstumsmarkt. Denn die OTH Regensburg sehe sich als Motor für die gesundheitsbezogene Entwicklung in der Oberpfalz und ganz Ostbayern, so Prof. Dr. Winkler. Das RCHST greife dabei auf die vielen bereits vorhandenen Fachkompetenzen in der OTH Regensburg zurück und baue auf die vielen etablierten Netzwerke in der Region auf. Sie verwies auch auf die hervorragenden Rahmenbedingungen für das RCHST, zum Beispiel der gemeinsame Campus mit Universität, Universitätsklinikum und BioPark, oder die laufenden Kooperationen mit Krankenhäusern und weiteren medizinischen Einrichtungen in der Region
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Gesundheit im 21. Jahrhundert“ betonte Staatssekretär Albert Füracker, dass die Voraussetzungen für das RCHST der OTH Regensburg in Regensburg optimal seien. Er sehe riesige Herausforderungen in der Pflege auf die Gesellschaft zukommen. Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali von der OTH Regensburg machte auf eine der Herausforderungen aufmerksam, nämlich auf die schlechte medizinische Versorgung in ländlichen Regionen aufgrund des Fachkräftemangels. Robert Seitz vom Caritasverband der Diözese Regensburg betonte, dass die Arbeit einer Pflegekraft mindestens so wichtig sei, wie die des Arztes. Er hoffe, dass der Wettbewerb in der Pflege nicht auf dem Rücken hilfloser Menschen ausgetragen würde. Er wünsche sich Qualität im Pflegebereich.

Zwei Preise im Bereich Pflege für Studierende vergeben

Anschließend fand die Verleihung zweier Preise an Studierende statt: den bundesweiten Integrata-Preis für die humane Nutzung der IT in der Pflege mit je 1.500 Euro erhielten Nico Jähne-Raden und Annika Kaltenhauser. Übergeben haben den Preis der Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier, Prof. Dr. Karsten Weber von der OTH Regensburg und Dr. Frank Schönthaler, Präsident des Kuratoriums der Integrata-Stiftung. Den Otto Helmut und Alice Eckl-Preis für studentische Leistungen im Bereich Pflege über je 1.000 Euro erhielten Alexander Dickopf, Jessica Boguth und Daniela Beck. Gratuliert haben Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier, Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali und Prof. Dr. Christa Mohr, beide von der OTH Regensburg, und Dr. Clemens Martin, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Otto Helmut und Alice Eckl-Stiftung.
Am zweiten Tag der Tagung sprachen hochkarätige Referenten– wie etwa Prof. Dr. Remmers von der Universität Osnabrück oder Prof. Dr. Hanna Mayer von der Universität Wien – zu ethischen, rechtlichen, sozialen und technischen Aspekten von Gesundheit und Pflege. Bei den verschiedenen Vorträgen kam zum Ausdruck, dass die Menschen im Alter verstärkt in den „eigenen vier Wänden“ leben und nicht in ein Altersheim gehen möchten. Daher sei es wichtig, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken. Verstärkter Technikeinsatz soll die Menschen im Alter, aber auch die Pflegenden unterstützen.

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