ORTHOSCOOT: Medizintechniker setzt auf Cloud

ORTHOSCOOT

Um sein Geschäft mit orthopädischen Rollern auszubauen, setzt Medizintechniker ORTHOSCOOT auf eine Cloud-Lösung. Damit kann er schnell und flexibel neue Arbeitsplätze einrichten und besser auf die Wünsche des Sanitätsfachhandels reagieren.

Ob beim Sport oder beim Spaziergang: Mit dem Fuß umzuknicken, kann mitunter schmerzhaft sein. Ein MRT bringt Klarheit: Bänderriss am Sprunggelenk. Die Genesung dauert meist mehrere Wochen. Damit Patienten aber nicht permanent auf Gehhilfen angewiesen sind, hat der Neusässer Medizintechnikhersteller ORTHOSCOOT GmbH einen orthopädischen Roller entwickelt – und damit eine medizinische Versorgungslücke geschlossen. Das im Jahr 2014 gegründete Unternehmen bietet den einzigen zertifizierten und TÜV-geprüften Roller in Europa. Patienten können ihr verletztes Bein auf das individuell einstellbare Kniepolster legen und sich mit dem gesunden Bein abstoßen. Damit bleiben sie mobil und müssen Rücken und Schultern nicht mit Gehhilfen belasten. Die Idee kommt gut an – das Startup wächst immer mehr und will die Flotte bis Ende 2020 verdoppeln.

Flexible und skalierbare IT-Infrastruktur für das gesamte Team

Mit dem Erfolg steigt auch die Mitarbeiterzahl. Geschäftsführer Andreas Hertle hat mittlerweile zehn Mitarbeiter und rechnet mit weiterem Teamzuwachs. Damit diese von Anfang an gut in den Arbeitsalltag eingebunden werden können und einen fertig eingerichteten Arbeitsplatz erhalten, war eine Erneuerung der IT-Infrastruktur von Nöten. Die neue IT-Umgebung sollte flexibel skalierbar sein und sämtliche Arbeitsschritte für das Team vereinheitlichen. Auch Daten und Dokumente sollten ständig verfügbar sein. 

Neue Dokumentationspflicht an medizinische Hilfsmittel

Zudem werden 2020 mit der europäischen Medizinprodukte-Verordnung MDR 2017/745 (MDR) neue Anforderungen an medizinische Hilfsmittel gestellt. Unternehmen müssen dann die gesamten Prozessschritte der Medizintechnik einheitlich und digital lückenlos nachverfolgen und dokumentieren können. „Die neue Richtlinie war der perfekte Zeitpunkt sich für die Zukunft digital aufzustellen – von der EDV bis zur Telefonanlage“, sagt CEO Andreas Hertle. „Die Papierwirtschaft hat schlagartig durch die Dokumentationspflicht zugenommen, unsere Regale sind unter der Papierlast einfach zusammengebrochen.“ Zum Jahresbeginn arbeitet das Unternehmen nun nahezu papierlos.

Trotz Bänderriss gemütlich im Park spazieren gehen – möglich macht’s der orthopädische Roller von ORTHOSCOOT

Immer erreichbar: Telefonanlage aus der Cloud 

In einem ersten Schritt tauschte Hertle die alte Telefon-Hardware mit modernen iPhones aus und führte gleichzeitig die Kommunikationslösung Cloud PBX ein. Mit der Telefonanlage aus der Cloud kann der Administrator ganz einfach neue Arbeitsplätze hinzuschalten oder wieder deaktivieren. Alle Arbeitsplätze und Benutzer konfiguriert er über ein zentrales Dashboard selbst. Damit erhalten neue Mitarbeiter jetzt schneller die benötigte Ausstattung, weil der hohe Aufwand für die Administration wegfällt. Hohe Investitions- oder Wartungskosten für externe Service-Techniker sowie langwierige Bestellprozesse für neue Hardware gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Zudem spart das Startup auch Zeit: Dauerte das Einrichten eines Arbeitsplatzes früher noch mehrere Tage, ist es heute innerhalb von fünf Minuten erledigt. 

Außerdem tauschte das Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation auch die klassischen PCs aus und stattet seine Mitarbeiter jetzt mit Tablets der Serie Microsoft Surface Go aus. Die Deutsche Telekom stellte als Digitalisierungspartner nicht nur die Hardware bereit, die IT-Experten führten zudem auch Microsoft Office 365 für jeden Mitarbeiter ein. 

Besonderer Vorteil der digitalen Lösungen: Das Team von ORTHOSCOOT ist jetzt immer und überall für seine Kunden unter einer Nummer erreichbar und kann jederzeit auf alle Funktionen und Dokumente wie Anruflisten oder Kundendaten zugreifen. Außerdem dauern Abstimmungen untereinander nicht mehr so lange, weil alle Mitarbeiter in der Cloud gleichzeitig Dokumente bearbeiten können und somit immer auf dem neuesten Stand sind. 

DSGVO-konforme Speicherung in der Open Telekom Cloud

Für die Speicherung der Dokumente setzt das Unternehmen mit der neuen Lösung nicht mehr auf eigene Server. Alle Daten sind heute DSGVO-konform in der Open Telekom Cloud gespeichert, die in den hochverfügbaren und sicheren Rechenzentren der Telekom in Deutschland betrieben wird. „Wir arbeiten mit hochsensiblen Daten“, sagt Andreas Hertle. „Durch die Auslagerung der Daten können wir Sicherheit gemäß den DSGVO-Richtlinien und MDR-Auflagen gewährleisten.“ Im ersten Quartal 2020 wird die ORTHOSCOOT GmbH auch das Customer-Relationship-Management-Tool und die Enterprise-Ressource-Planning-Lösung in die Cloud verlegen. 

Scroll to Top