Organspende: „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig – Am 5. Juni ist bundesweit Tag der Organspende

Organspende: Sie ist richtig, sie ist wichtig – sogar lebenswichtig: die Entscheidung für eine Organspende. Jeweils am ersten Samstag im Juni, dem Tag der Organspende, steht sie bundesweit im Mittelpunkt. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation, Selbsthilfeverbände, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ministerien, Gesundheitsämter und kirchliche Einrichtungen informieren am 5. Juni in ganz Deutschland über Organspende und setzen sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen eine Entscheidung für Organspende treffen und mit ihrer Familie darüber sprechen.

Die Botschaft lautet: Es ist richtig und wichtig, sich für Organspende zu entscheiden, denn Organspende geht uns alle an. Jeder kann plötzlich durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall in die Situation geraten, auf ein neues Organ angewiesen zu sein. In dieser Lage würde jeder dankbar eine Organspende annehmen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, selbst irgendwann auf eine Organspende angewiesen zu sein, viel höher, als tatsächlich als Organspender in Frage zu kommen.

Eine Entscheidung zur Organspende ist lebenswichtig – für die 12.000 Patienten auf der Warteliste bedeutet sie die Rettung. An jedem Tag sterben drei Patienten, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Nach wie vor werden in Deutschland nicht genügend Organe gespendet, um allen Wartelistepatienten helfen zu können. Dabei kann ein einzelner Organspender bis zu sieben schwerkranken Menschen helfen.

Ein „Ja“ im Organspendeausweis rettet Leben
Es ist nur ein Stück Papier, aber eben dieses Stück Papier kann Leben retten: der Organspendeausweis. Seit 39 Jahren ist er gleichzeitig Dokument und Symbol für eine Entscheidung zur Organspende sowie ein Ausdruck der Solidarität und der Nächstenliebe. Der Ausweis sollte bei den persönlichen Papieren in der Brieftasche getragen werden. Jeder ab 16 Jahren kann ihn ausfüllen: Es gibt keine Altersgrenze für die Organspende und eine ärztliche Voruntersuchung ist nicht nötig. In jedem Fall schafft der Organspendeausweis Klarheit. Wenn er nicht vorliegt, werden im Falle des Falles die Angehörigen in einer akuten Trauersituation mit dieser schwierigen Frage zusätzlich belastet. Schon aus diesem Grund sollte jeder seine persönliche Entscheidung treffen und innerhalb der Familie besprechen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.dso.de , http://www.fuers-leben.de , http://www.organspende-info.de und über das Infotelefon Organspende. Bereits seit zehn Jahren beantwortet ein fachkundiges Team unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 90 40 400 alle Fragen rund um die Organspende. Unter werden auch schriftlich Bestellungen des Organspendeausweises und von Infomaterial entgegengenommen. Das Infotelefon, eine gemeinsame Einrichtung der BZgA und der DSO, ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr besetzt.

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende findet am 5. Juni in Hannover statt:
Bundesminister für Gesundheit, Dr. Philipp Rösler, spricht das Grußwort. Die Schirmherrschaft hat der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff übernommen. Der Tag der Organspende beginnt mit einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Marktkirche. Vor der Kirche werden Infostände und Aktionen über Organspende, Transplantation und Gesundheit informieren. Ein weiterer Höhepunkt ist das Bühnenprogramm am Nachmittag.
Die Veranstalter in Hannover sind die Deutsche Stiftung Organtransplantation, die Stiftung FÜRS LEBEN, die Selbsthilfeverbände Bundesverband der Organtransplantierten, Bundesverband Niere, Lebertransplantierte Deutschland, der Runde Tisch Organspende Niedersachsen, die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Transplantationsgesellschaft, TransDia sowie die Jungen Helden. (pa 05/2010)

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