Optimale Wärmeverteilung

(djd). Bei einer Heizungsanlage können falsche Einstellungen dazu führen, dass das gesamte System zu viel Energie verbraucht. „Alarmsignale können gluckernde Geräusche im Heizkörper sein“, erklärt Jörg Franke, Sachverständiger für Heizölverbraucheranlagen am Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). Auch eine unterschiedliche Wärmeverteilung zeige Handlungsbedarf an. Diese Probleme, so Franke, könnten auch nach einer Sanierung auftreten, da sich durch eine bessere Dämmung oder neue Fenster der Wärmebedarf im Haus verändere.

Abhilfe schafft ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durch den Fachhandwerker. Mit Hilfe einer speziellen Software und den Daten von Gebäude und Heizung führt er Berechnungen durch und nimmt Korrekturen vor. Das Ergebnis sind eine optimale Wärmeverteilung und Energieeinsparungen. Im Neubaubereich schreibt die EnEV den hydraulischen Abgleich sogar vor. Bei Bestandsgebäuden gilt diese Pflicht nicht, obwohl es gerade dort den größten Nachholbedarf gibt. „Wer seine Heizung modernisieren und dafür staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen will, kommt um den hydraulischen Abgleich nicht herum“, betont Jörg Franke. Denn die Maßnahme sei eine Grundvoraussetzung für die Förderung. Die Kosten bei einem Einfamilienhaus liegen zwischen etwa 400 und 1.000 Euro. Ein anschauliches Video des IWO steht unter http://www.oelheizung.info/hydraulischer-abgleich bereit.

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