OPERA und ORATORIO – MS Studien bestätigen zentrale Rolle der B-Zellen bei Multipler Sklerose

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Trotz verfügbarer Therapien besteht für Patienten mit Multipler Sklerose MS nach wie vor ein hoher Bedarf an hochwirksamen und gut verträglichen Behandlungsoptionen. Wünschenswert sind vor allem neue Therapieoptionen, die bei vergleichbarem Sicherheitsprofil wirksamer sind als eine Interferon-Standardtherapie. In den letzten Jahren rückten insbesondere Therapiestrategien in den Fokus, die sich gegen die B-Zelle richten. Die Ergebnisse der drei großen Phase-III-Studien – OPERA I, OPERA II und ORATORIO – bestätigen nun die zentrale Rolle der B-Zellen und führen möglicherweise zu einem völlig neuen Verständnis der MS.

Für Patienten mit primär progredienter MS (PPMS) , die an sich kontinuierlich verschlechternden Symptomen leiden, gibt es bislang keine zugelassene Immunmodulationstherapie. Prof. Dr. Volker Limmroth, Köln, verdeutlicht: „Seit Langem wird an Wirkstoffen zur Behandlung der PPMS geforscht, bisher ohne Erfolg. Nun haben wir zum ersten Mal positive Ergebnisse!“ Für Prof. Limmroth markieren die Ergebnisse der ORATORIO-Studie einen wichtigen Fortschritt: „Mit diesen Ergebnissen liegen uns nun erstmals Daten für ein Prüfmedikament vor, das Patienten mit dieser seltenen und schwerwiegenden Form der MS tatsächlich helfen könnte.“

Quelle:
B-Zell-Therapie bei Multipler Sklerose
Überzeugende Wirksamkeit: Erste Phase-III-Daten zu Ocrelizumab bei der Behandlung von RRMS und PPMS
Presseinformation 08.12.2015, Roche Pharma AG

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