Open Innovation: Patienten helfen sich selbst und vielen anderen

Ein tauber Mann, der eine Software entwickelt, mit deren Hilfe taube Schüler leichter am Schulunterricht teilnehmen können; eine Frau, die nach einer Brustkrebsoperation ein Hemd („ShowerShirt“) entwirft, mit dem man in der Zeit nach der OP duschen kann; ein querschnittsgelähmter Mann, der eine „elektronische Hose“ baut, mit der er laufen kann – bei allen diesen Beispielen brachten betroffene Menschen innovative Leistungen hervor, von denen später noch viele andere profitieren sollten.

In ihrem Artikel “User Innovators: When Patients Set Out to Help Themselves and End Up Helping Many“, der in einer Sonderausgabe der Zeitschrift „Die Unternehmung“ (August 2012) erschien, schildert Hagen Habicht vom Center for Leading Innovation and Cooperation (CLIC) zusammen mit seinen Kollegen Pedro Oliveira und Viktoriia Shcherbatiuk von der Católica in Lissabon anhand von acht Innovationen aus dem Gesundheitsbereich, wie Patienten zunächst zu Innovatoren und hierauf zu Produzenten innovativer medizinischer Hilfsmittel wurden und somit einen Nutzen für andere Patienten stifteten.

Hagen Habicht sagt: Gesundheit ist ein hohes und teures Gut. Mit Blick auf unser hoch modernes Gesundheitssystem ist es absolut bemerkenswert, welchen Anteil Betroffene an der Erfindung und Verbesserung von Gesundheitsleistungen haben. Die Geschichten dieser und vieler anderer Betroffener machen einen bislang völlig vernachlässigten Teil der Innovationskraft in der Medizin sichtbar.“

Link zum Artikel “User Innovators: When Patients Set Out to Help Themselves and End Up Helping Many”:

Center for Leading Innovation & Cooperation (CLIC)

Die Zukunft gehört Wertschöpfungsmodellen, die auf Innovation und Kooperation basieren. Ihr Management gehört zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Center for Leading Innovation & Cooperation (CLIC) unterstützt Unternehmen dabei, diese Herausforderungen zu meistern – durch die gemeinsame Gestaltung und Verbesserung maßgeschneiderter Erfolgsstrategien. In einer Welt, in der radikale Innovationen und grenzüberschreitende Kooperationen zunehmend zur Norm werden, ist die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis zwingend geboten. Sie trägt dazu bei, die Innovationsfähigkeit in Unternehmen und Märkten zu stärken. CLIC ist eine gemeinsame Initiative von Wissenschaftlern des Advanced Institute of Management Research (AIM), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der HHL Leipzig Graduate School of Management sowie der Technischen Universität München (TUM) mit Sitz an der HHL und einem weltweiten Partnernetzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Professoren Anne Sigismund Huff, Kathrin M. Möslein und Ralf Reichwald sowie Dr. Hagen Habicht bilden das Direktorium von CLIC.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Die HHL ist eine universitäre Hochschule und zählt zu den führenden internationalen Business Schools. Ziel der ältesten betriebswirtschaftlichen Fakultät im deutschsprachigen Raum ist die Ausbildung leistungsfähiger, verantwortungsbewusster und unternehmerisch denkender Führungspersönlichkeiten. Neben der internationalen Ausrichtung spielt die Verknüpfung von Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Die HHL zeichnet sich aus durch exzellente Forschung, Lehre und Transfer sowie hervorragenden Service für ihre Studierenden.

Scroll to Top