„Oh Schreck, ich werde alt!“ – Vortrag zu Alternsbildern in der Reihe „Science & Society“

Das Alter hat viele Gesichter

Der demografische Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen hat in den letzten Jahren die Wahrnehmung vom Alter erheblich geprägt; das wahrgenommene Bild älterer Menschen hat sich dabei gewandelt. Im Vergleich zu früheren Generationen sind die heute älteren Menschen gesünder und aktiver und verfügen über wertvolle Potenziale für die Wirtschaft und Gesellschaft. Auch der Blick auf das eigene Altern hat sich in den letzten Jahren verändert. Wie aktuelle Studien zeigen, meistert der, der sich positive Perspektiven bewahrt, das Älterwerden erfolgreicher.

In diesem Zusammenhang kommt den Altersbildern, den allgemein verbreiteten Ansichten und Einstellungen zum Alter und dem Älterwerden, eine besondere Aufmerksamkeit zu. Bestehende Altersbilder drücken die Vielfalt und Heterogenität des Alters jedoch oft nur ungenügend aus; klischeehafte und teils unrealistische Altersbilder sind nach wie vor präsent und erschweren so die Entfaltung der Potenziale des Alters.

Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ wird Frau Dr. Verena Klusmann in ihrem Vortrag erläutern, wie sehr Altersbilder uns von frühester Kindheit an in unserem Alltag begleiten und unsere individuellen Vorstellungen und Bewertungen des Älterwerdens prägen. Generell gilt: Während Altersbilder, die positive Aspekte des Alterns hervorheben, Handlungsspielräume für ältere Menschen eröffnen, führen negative Altersbilder meist dazu, dass diese gar nicht erst wahrgenommen und genutzt werden können. Frau Klusmann stellt neue Ansätze zur Veränderung negativer Altersstereotype vor und diskutiert damit verbundene Herausforderungen und Chancen im Umgang mit dem demografischen Wandel.

Der Vortrag „Oh Schreck, ich werde alt! Bilder und Vorstellungen des Alterns“ findet am 02. Februar 2017 um 16:00 Uhr im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Das Grußwort hält Prof. Dr. Michael Opielka, Fachbereich Sozialwesen, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

Die Referentin

Frau Dr. Verena Klusmann ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Habilitandin) in der Arbeitsgruppe „Psychologische Diagnostik & Gesundheitspsychologie“ im Fachbereich Psychologie an der Universität Konstanz tätig. Von 10/2014 bis 09/2016 übernahm sie die Vertretung der Professur „Evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention“ an der Universität Bremen, dem Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP). Frau Klusmann ist u.a. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, der European Health Psychology Society und der Gerontological Society of America. Darüber hinaus ist sie Mitherausgeberin der Zeitschrift für Gesundheitspsychologie sowie Mitglied des International Advisory Board Panel of the British Journal of Health Psychology. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Förderung des Gesundheitsverhaltens über die Lebensspanne und zugrunde liegender Einflussfaktoren und Wirkmechanismen.

Öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“

Die zweimal jährlich stattfindende öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“ erweitert die in Jena betriebene naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagenforschung zum Altern um gesellschaftliche und soziale Aspekte und wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) und dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing in Zusammenarbeit mit dem Beutenberg-Campus Jena e.V. organisiert.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Der Eintritt ist frei!
Kostenlose Parkplätze stehen unterhalb des Abbe-Zentrums Beutenberg zur Verfügung.

Zu der Veranstaltung sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

Kontakt:

Dr. Kerstin Wagner
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Tel.: 03641 / 65 6378, presse@leibniz-fli.de

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Hintergrundinfo

Die öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“ am Beutenberg-Campus erweitert die in Jena betriebene naturwissen-schaftlich-medizinische Grundlagenforschung zum Altern um soziale und gesellschaftliche Aspekte und wird zweimal jährlich vom Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) und dem LFV Healthy Ageing in Zusammenarbeit mit dem Beutenberg-Campus Jena e.V. organisiert.

Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist das erste deutsche Forschungsinstitut, das sich seit 2004 der biomedizinischen Altersforschung widmet. Über 330 Mitarbeiter aus 30 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten. Näheres unter .

Im Leibniz-Forschungsverbund (LFV) Healthy Ageing kooperieren 21 Institute der Leibniz-Gemeinschaft. Ziel des Verbundes ist es, die Ursachen des Alterns interdisziplinär auf allen Ebenen zu erforschen. Daraus werden Anpassungsstrategien entwickelt und validiert, die Gesundes Altern nachhaltig fördern. Beteiligt sind Biomediziner, Psychologen, Kognitions- und Neurowissenschaftler, Raumplaner und Wirtschaftswissenschaftler.

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