Oft gehört – und dennoch falsch

(djd). Geht es um das Thema Wärmedämmung, sind oft kritische Aussagen zu hören: „Rechnet sich nicht“, „kann zu Bränden führen“ oder „fördert die Bildung von Schimmel“. Auch wenn Experten stichhaltige Gegenargumente haben, halten sich diese Vorurteile hartnäckig. Dabei bewerten diejenigen, die es wissen müssten, die Wirkung einer energetischen Sanierung viel positiver: Besitzer von Altbauten, die bereits gedämmt haben, vergeben gute Noten. 77 Prozent urteilten in einer Onlineumfrage des Energieportals co2online.de mit „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.

Klima schützen und Heizkosten senken

Auch neutrale Institutionen wie die Deutsche Umwelthilfe bemühen sich, mit den Dämmmythen aufzuräumen. „Argumente, die längst widerlegt sind, werden wieder und wieder gegen die energetische Gebäudesanierung ins Feld geführt“, schreiben die Umweltexperten in einem Positionspapier, nachzulesen auf http://www.duh.de. Dabei ist der Gebäudebereich für 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und für etwa ein Drittel der Kohlendioxidemissionen in Deutschland verantwortlich. Ohne ein umfassendes Sanieren seien die Ziele des Klimaschutzes nicht zu erreichen, sind sich Fachleute einig. Und wer sein Eigenheim dämmt, tut nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern spart auch bares Geld.

Fakten statt Vorurteile

Besonders sinnvoll ist es, die Dämmung zeitlich mit ohnehin geplanten Maßnahmen wie etwa einer Fassadensanierung zu koppeln. „Dann reduziert sich der Zeitraum der Amortisation auf wenige Jahre – ganz abgesehen von der Wertsteigerung der Immobilie“, sagt Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme. Die Gefahr von Schimmel werde zudem einseitig und oft emotional diskutiert. „Die Erfahrung zeigt, dass ein Schimmelbefall dort auftritt, wo falsch oder gar nicht gedämmt wurde. Dies hat auch die Stiftung Warentest bestätigt.“ Eine Wärmedämmung beuge Feuchtigkeit im Mauerwerk vor. Mehr Fakten statt Mythen gibt es auf http://www.heizkosten-einsparen.de, viele Informationen und Daten zum Thema hat auch das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de zusammengetragen.

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