Öffentliche Veranstaltungen am 28. und 31. Oktober sowie am 1. November in Hannover

Wie banal ist das Böse? Herrenhausen Extra diskutiert Hannah Arendt und ihre Thesen

Hannah Arendt, die 1933 aus Deutschland geflohen war, über Umwege nach Amerika ins Exil gelangte und dort nach und nach von den schrecklichen Details der „Endlösung“ erfuhr, hat sich als Beobachterin des Prozesses gegen Adolf Eichmann an einem konkreten Beispiel mit dem Bösen auseinandergesetzt. Das wirklich Schockierende an Eichmann war für Arendt dessen Normalität: Während die Öffentlichkeit ihn zum Teufel in Menschengestalt stilisiert hatte, sah Arendt in Eichmann nur einen Biedermann. In ihrer Artikelserie über den Prozess in der Zeitschrift „The New Yorker“ prägte Hannah Arendt die These von der „Banalität des Bösen“ – und sah sich anschließend massiven Anfeindungen ausgesetzt. Dem Druck hielt sie stand und blieb auch künftig konsequent ihrer Überzeugung treu, wenn es um die für sie so wichtigen Themen wie Totalitarismus und Macht ging.
Das Herrenhausen EXTRA erinnert im Rahmen der Hannah-Arendt-Tage 2016 an die in Hannover geborene streitbare Philosophin, die eigenständiges Denken als wirksames Gegenmittel zum banalen Bösen betrachtete und deren Thesen noch heute kontrovers diskutiert werden.

Herrenhausen Extra: „Hannah Arendt – Welche Gestalt hat das Böse?“
(Link zur Veranstaltung: )

Freitag, 28. Oktober 2016, 19 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 18:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

PROGRAMM:

Impulsvortrag
Prof. Dr. em. Antonia Grunenberg, Gründerin des Hannah-Arendt-Zentrums, Universität Oldenburg: Das Böse und die Verantwortung. Hannah Arendt über Adolf Eichmann

Im Anschluss wird ein Spielfilm aus dem Jahr 2012 über Hannah Arendt gezeigt.

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Der Körper im Gleichgewicht: Herrenhausen Extra erklärt die Bedeutung der inneren Uhr

Das Leben auf unserer Erde wird durch zahlreiche zyklische Einflüsse geprägt. Einer der wichtigsten davon ist die Abfolge von Tag und Nacht. Die meisten Lebewesen haben deshalb interne Zeitmesser entwickelt. Diese erlauben es, täglich wiederkehrende Ereignisse zu antizipieren und Körperfunktionen an die veränderlichen Umweltbedingungen anzupassen. Dabei haben andauernde Störungen der „inneren Uhr“ Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die physiologischen und psychologischen Störungen bei langen Flugreisen (Jetlag) sind z. B. Folge einer vorübergehenden internen Desynchronisierung. Ähnliche und gravierendere Symptome wie metabolisches Ungleichgewicht und eine erhöhte Gefährdung für Krebserkrankungen sind die Konsequenz chronischer Störungen der inneren Uhr bei (Nacht-)Schichtarbeitern.

Herrenhausen Extra: „Leben mit und gegen die innere Uhr“
(Link zur Veranstaltung: )

Montag, 31. Oktober 2016, 14 Uhr
Auditorium, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 13:15 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

PROGRAMM:

Vortrag
Prof. Dr. Henrik Oster, Chronophysiologie, Universität Lübeck

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Regenerative Medizin: Chancen durch Stammzellforschung im Fokus von Herrenhausen Late

Der Traum der regenerativen Medizin ist es, verschlissenes Gewebe und Ersatzteile für den Körper im Labor herzustellen, um Leben zu retten. Dabei liegt die Hoffnung auf den Alleskönnern unter den Zellen: den Stammzellen. Forscher können heute mit verhältnismäßig einfachen Veränderungen Köperzellen in sogenannte „induzierte pluripotente Stammzellen“ (iPS) umwandeln. Diese können für jeden Menschen individuell hergestellt werden, können alle Zelltypen des Körpers bilden und sind ethisch weniger umstritten als embryonale Stammzellen, die aus Zellen gezüchtet werden, die im Embryo vorkommen. Forscher(innen) der Medizinischen Hochschule Hannover können aus iPS Blutzellen herstellen, die eines Tages in Bluttransplantationen nicht nur fehlende Blutkonserven ersetzen könnten, sondern zudem erhebliches Potenzial für neue Therapien bergen. Christine Happle und Nico Lachmann arbeiten gemeinsam daran, mithilfe der iPS eine Therapie für eine seltene Lungenerkrankung zu entwickeln. Sie diskutieren mit dem Publikum bei Herrenhausen Late über die Möglichkeiten und Grenzen der Stammzellforschung, erklären, wie diese Zellen die Medizin beeinflussen und warum aus Science Fiction – dem Nachbau menschlicher Ersatzteile – bald Realität werden könnte.

Herrenhausen Late: „Stammzellen = Alleskönner. Was kann die regenerative Medizin?“
(Link zur Veranstaltung: )

Dienstag, 1. November 2016, 20:30 Uhr
Festsaal, Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Diese Ausgabe von Herrenhausen Late ist eine Veranstaltung der VolkswagenStiftung in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover. Herrenhausen Late wendet sich an ein jüngeres bzw. junggebliebenes Publikum und bietet in loungiger Atmosphäre einen außergewöhnlichen Mix aus spannender Wissenschaft und originellen Persönlichkeiten.

Der Eintritt ist frei, die Kapazitäten sind begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 20 Uhr. Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf die Veranstaltung hin!

Medienvertreter(innen) sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Eine formlose Anmeldung wird erbeten an .

Zu der Veranstaltung ist Bildmaterial vorhanden, Download in der Mediathek der VolkswagenStiftung: . Abdruck unter Verwendung des Copyright-Hinweises „Isabel Winarsch für VolkswagenStiftung“ honorarfrei. Alle Bilder zeigen Christine Happle und Nico Lachmann von der Medizinischen Hochschule Hannover.

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