Nur noch ein kleiner Unterschied

(djd). Frauen sind heute im Durchschnitt mindestens ebenso gut ausgebildet wie Männer. Dass sie im bundesweiten Branchenvergleich dennoch weniger verdienen, ist nicht unbedingt mehr nachvollziehbar. Mit der vom Bundesfamilienministerium kostenlos zur Verfügung gestellten Software „Logib-D“ werden deshalb Möglichkeiten aufgezeigt, diese „Entgeltlücken“ zu minimieren oder im besten Fall zu beseitigen. Dabei werden die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern auf betrieblicher Ebene analysiert. Am Ende steht ein Bericht, dem die Unternehmen alle wichtigen Fakten und Zahlen entnehmen können. Informationen gibt es unter http://www.logib-d.de im Internet.

„Entgeltlücke“ bei Dienstleistern kleiner als im Bundesdurchschnitt

Mit Hilfe von „Logib-D“ wurde nun in einer unabhängigen Analyse ermittelt, wie hoch die sogenannte bereinigte Entgeltlücke derzeit ausfällt. „Bereinigt“ heißt, dass objektive Faktoren wie Dienstjahre, Berufserfahrung, Anforderungsniveau und berufliche Stellung bei der Analyse der Gehälter und der Personalstruktur berücksichtigt wurden. Das Ergebnis der Studie: Die Entgeltlücke zugunsten der Männer liegt im Mittelwert bundesweit bei 4,6 Prozent – in der Industrie bei 4,3 Prozent und in der Dienstleistungsbranche bei nur 4,1 Prozent. Der Handel weist hingegen mit 11,4 Prozent die größte Entgeltlücke zugunsten der Männer auf.

Hohes Maß an Flexibilität

„Der Dienstleistungssektor, insbesondere der Bereich Personalarbeit, ist bei Frauen aber nicht nur wegen der annähernden Lohngleichheit beliebt“, sagt Andreas Bolder, Director Human Resources beim führenden Personaldienstleister Randstad. Dazu kommen weitere wichtige Faktoren zur Vereinbarkeit von Familie und Karriere. „Wir haben bei uns im internen Bereich die Erfahrung gemacht, dass vor allem flexible Arbeitsbedingungen (zum Beispiel durch Teilzeitmodelle, Vertrauensarbeitszeit, et cetera) und Unterstützung bei der Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen und für Frauen oftmals einfach unverzichtbar sind“, erläutert Bolder. Ebenso wichtig sei für karriereorientierte Frauen die gezielte Personalentwicklung für Führungspositionen.

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