Nur nichts anbrennen lassen

Von unserem dtd-Korrespondenten Oliver Schönfeld

(dtd). Sommerzeit ist Grillzeit. Kaum ein Garten, in dem es bei steigenden Temperaturen nicht verführerisch nach frisch gegrillten Spezialitäten duftet. Am meisten Spaß macht Grillen in fröhlicher Runde mit der Familie und mit Freunden. Und damit unterschiedliche Geschmäcker auf ihre Kosten kommen, darf es ruhig Vielfalt und Abwechslung herrschen auf dem Grillrost. Doch ganz gleich, was gegrillt wird – beim Bräunen sollte es der Hobbykoch nicht übertreiben und Steaks oder Hühnspieße nicht anbrennen lassen: „Je dunkler das Grillgut, desto mehr gesundheitsschädliche Stoffe können sich bilden“, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Viele nutzen daher Aluschalen, um das Grillgut vor allzu hoher Hitze zu schützen. Bei modernen Gasgrills lässt sich die Temperatur individuell einstellen und oft dank eines eingebauten Thermometers genau kontrollieren. Beim Holzkohlengrill sollten die Briketts stets gut durchgeglüht sein, bevor sich der Grillmeister ans Werk macht.

Doch nicht immer muss es das knusprige Grillwürstchen oder das Schweinesteak sein. Die beiden Grillklassiker erhalten immer stärkere Konkurrenz: Gesünder, weil deutlich fettärmer als Schwein und Rind ist das „weiße Fleisch“ von Huhn und Pute. Frischer Fisch vom Grill ist ebenfalls eine geschmackvolle und zudem fettarme Delikatesse. Ganze Fische wie eine Forelle oder Dorade eignen sich dafür ebenso wie einzelne Filets. Und die leckere Gemüsebeilage, ob eine Folienkartoffel mit selbst gemachtem Kräuterquark oder frische Zucchini, gibt es vom Grill gleich dazu. Mit mediterranen Kräutern abgeschmeckt, wird so das Gemüse zu einem gesunden Leckerbissen.

Grillen macht erst in der Gemeinschaft richtig Spaß: Daher lädt man sich gerne Freunde zur Party auf Balkon oder Terrasse ein. Neben dem Grillgut sollten auch gut gekühlte Getränke bereitstehen. Ein leichter Weißwein ist ein guter Begleiter zu Grillspezialitäten, ebenso wie der Klassiker, das kühle Blondes. Da ein Pils frisch gezapft immer noch am besten schmeckt, gibt es beispielsweise von Veltins passend zur Grillsaison das praktische Fünf-Liter-Partyfässchen mit eingebautem Zapfhahn.

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Welcher Grilltyp darf es sein?
Eigene Vorlieben, Platz und Häufigkeit geben den Ausschlag

(dtd). Elektrisch, Gasgrill oder die klassische Holzkohlen-Variante: Bei der Wahl des Grillgerätes scheiden sich die Geister. Vom kompakten Tischgerät, das selbst auf dem kleinsten Balkon Platz findet, bis zur vollwertig ausgestatteten Outdoorküche gibt es heutzutage nichts, das es nicht gibt. Doch welcher Grilltyp ist der Richtige? Das hängt nicht zuletzt von den eigenen Vorlieben und der Häufigkeit der Nutzung ab.

Welche Heizquelle soll es sein? Diese Frage ist natürlich als erstes zu beantworten. Soll es ein Holzgrill sein oder lieber ein Gasgerät? Oder sogar der transportable Elektrogrill? Jede Grillform hat dabei naturgemäß ihre eigenen Vor- und Nachteile. Hitze fast sofort und auf Knopfdruck liefern Gasgrills. Betrieben werden die Geräte mit Flüssiggas, entweder Butan- oder Propangas, das in Baumärkten und an vielen Tankstellen erhältlich ist. Ein Gasgrill mit CE-Prüfzeichen ist sicher und problemlos in der Anwendung. Die Geräte sind pflegeleicht und innerhalb von wenigen Minuten kann das Grillvergnügen beginnen – das Richtige vor allem für die Grillmeister, die das Anzünden der Holzkohle abschreckt. Schnell einsatzbereit ist auch der Elektrogrill, den es in verschiedenen Größen gibt. Vielen fehlt bei dieser Zubereitungsmethode allerdings das typische Grillaroma.

Der Kohlegrill hingegen erfordert etwas Geschick beim Entzünden des Brennmaterials – und eine gute Portion Geduld, bis die Kohle gut durchgeglüht ist. Trotzdem schwören viele Gansfans auf diese Zubereitung, da sich erst durch die Holzkohlebriketts oder Holzkohlestücke die gewünschten Aromen bilden können. Ob hier Holzkohle oder Briketts zum Einsatz kommen, hängt zum Beispiel davon ab, ob eine große oder kleinere Menge gegrillt werden soll und über welchen Zeitraum die Glut verfügbar sein muss. Bei großen Mengen und einem längeren Zeitraum sind Briketts zu empfehlen. Soll das Fleisch zusätzliches Aroma erhalten, raten Grillexperten zur Holzkohle.

In jedem Fall lohnt es sich, beim Brennmaterial auf Qualität zu achten. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat verschiedene Produkte getestet und die original Buchen Grill-Holzkohle „Der Sommer-Hit“ drei Kilogramm sowie die Buchen Grill-Holzkohlebriketts „Grillis“ drei Kilogramm mit der Note „sehr gut“ bewertet (Heft 06/2009). Damit kommen beim Grillgenuss auch die Gesundheit und das ökologische Bewusstsein nicht zu kurz. Für diese Holzkohle werden ausschließlich unbehandelte Buchenhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet (Informationen unter http://www.profagus.de).

Egal ob mit Gas oder Kohle betrieben: Im Trend liegen Kugelgrills mit einem geschlossenen Deckel. Denn durch diese Konstruktion erreichen die Geräte deutlich höhere Innentemperaturen als offene Grills. Der Vorteil: Das Grillgut gart also schnell durch und bleibt dennoch innen saftig. Wer auch im Urlaub, beim Camping oder auf dem Boot nicht auf sein Steak verzichten möchte, für den ist ein „Grill to go“ das Richtige: Mit kompakten Maße und einem Gewicht von nur viereinhalb Kilogramm sind Geräte wie der Cobb Grill leicht zu transportieren. Aufgrund der Außenhaut aus Edelstahl wird er auch im Betrieb nur handwarm – dies beugt Verletzungsrisiken gerade für Kinder wirksam vor.
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Schwenkbraten: Deftiges vom Rost

(dtd). Wer es klassisch und besonders deftig mag, legt einen selbst marinierten Braten auf den traditionellen Schwenkgrill. Der Schwenkbraten zählt nicht nur zu den bekanntesten deutschen Küchenklassikern, riesengroß ist die Zahl verschiedenster Rezepturen. Doch allen ist eines gemeinsam: Wichtig ist eine deftige Marinade, zu der auf jeden Fall Salz, Pfeffer, Zwiebeln und viele Gewürze gehören – erfahrene Grillmeister werkeln daher meist schon einige Stunden in der Küche, bevor die Grillparty überhaupt unbedingt.

Ein Tipp noch für die Marinade: Ein gutes Bier macht als Zutat der Marinade das Schweinefleisch zart und mürbe. Daneben braucht der Hobbykoch eine ordentliche Portion Geduld: Mindestens zwei Stunden sollte das Fleisch darin ruhen. Danach wird der Braten auf dem Rost platziert und kontinuierlich geschwenkt. Zu dem Fleischgenuss passen ein bunter Salatteller, frisches Baguette oder auch ein deftiger Kartoffelsalat. Damit die Beilage nicht zu schwer im Magen liegt, sollte man allerdings auf Mayonnaise verzichten. Leichter ist ein Salat, der aus gekochten Kartoffeln, klein geschnittenem Rucola und Cocktailtomaten zubereitet wird – abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Öl und Essig.

Grillen und Bier gehören einfach zusammen. Wenn zur Party im eigenen Garten viele Gäste eingeladen sind, lohnt es sich, im Getränkefachhandel eine Zapfanlage mit Kühlung sowie ein 15-Liter-Fass zu besorgen. Noch einfacher geht es mit einem Fünf-Liter-Fässchen, das einen eingebauten Zapfhahn und eine Kohlensäure-Patrone dabei hat. Zum frischen Genuss eines Premium-Pilses gehört die richtige Temperatur: Fünf Grad Celsius sind beim Einschenken perfekt. Daher sollte das Fass oder der Kasten frühzeitig eingekauft werden. So kann das Bier im Kühlschrank „ruhen“ und die passende Temperatur erreichen. „Ein bis zwei Tage sollten zwischen dem Einkauf und dem Verzehr liegen“, empfiehlt der Bitburger Gastronomieexperte Friedemann Neukirch. Ein weiterer Tipp: Vor dem Zapfen sollte man die Gläser mit klarem Wasser kalt ausspülen, dies unterstützt das schnelle Einschenken und die Bildung einer guten Schaumkrone.

„Wildes Grillen“ ist nicht überall gestattet

(dtd). An sommerlichen Abenden ziehen verräterische Düfte durch unzählige Stadtparks und Grünflächen: Gemeinsam mit Freunden genießt man das Sommerwetter und bereitet Steaks und Würstchen auf dem Rost zu. Doch Vorsicht: Nicht auf jeder Wiese ist das wilde Grillen auch erlaubt – ob und wo dies gestattet ist, legt jede Kommune eigenständig fest.

Landes- oder gar bundesweit einheitliche Regelungen zum Grillvergnügen an öffentlichen Plätzen bestehen nicht. Daher bleibt nichts anderes übrig, als sich beim örtlichen Ordnungsamt zu informieren. Vielfach sind eigens Flächen für das Wildlife-Vergnügen mitten in der Großstadt ausgewiesen. Auch in Forstgebieten gibt es spezielle Grillplätze – hier ist besondere Vorsicht beim wilden Grillen ratsam, damit es nicht zu einem Waldbrand kommt. Wer an verbotenen Orten seinen Grill aufstellt, riskiert zudem ein Bußgeld.

Wer in der freien Natur statt im eigenen Garten oder auf dem Balkon grillen möchte, sollte Rücksicht nehmen – das Einsammeln und Mitnehmen von Müll dürfte dabei selbstverständlich sein. Auch tabu sind Einweggrills, da dadurch oft die Grasnarbe Schaden nimmt. Besser ist ein handelsüblicher Grill mit ausreichendem Abstand zwischen Glut und Grasnarbe. Ein praktisches Hilfsmittel für das Grillvergnügen im Grünen sind Taschenmesser wie beispielsweise der „SwissChamp“ von Victorinox, die unterwegs gleich mehrere Werkzeuge ersetzen. Die Schere zum Öffnen von Verpackungen ist ebenso dabei wie der Flaschenöffner für die Bier- und der Korkenzieher für die Weinfreunde.
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Mit Feuer spielt man nicht
Versicherungstipps für den Schadensfall

(dtd). Grillen ist in Deutschland ein wahrer Volkssport – allerdings mit Risiken. Denn ein allzu leichtfertiger Umgang mit offenem Feuer kann oft fatale Folgen haben. Durch Unachtsamkeit kommt es Jahr für Jahr in Deutschland zu 3.000 bis 4.000 Grillunfällen. Welche Versicherung hilft, wenn tatsächlich mal etwas passieren sollte? „Die Hausratversicherung springt dann ein, wenn durch Grillfeuer ein Brand ausgelöst und das Inventar beschädigt wird“, erklärt Markus Kasper von den Ergo Direkt Versicherungen. „Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Flammen Gardinen oder Tischdecken entzünden und in der Folge ein Wohnungsbrand entsteht.“

Wird außerhalb des eigenen Grundstücks gegrillt, also in einem Park oder während eines Ausflugs, sind die mitgenommenen Utensilien auch von der Hausratversicherung gedeckt. „Dann kommt die entsprechende Außenversicherung der Police zum Tragen“, sagt Kasper. „Aktive Griller und deren Gäste sollten zudem eine private Haftpflichtversicherung haben. Wird auf einer Grillparty etwa die Holzkohle mit Spiritus entzündet und durch die Stichflamme ein Gast verletzt, muss der Verursacher Schadensersatz und Schmerzensgeld zahlen.“ Die private Haftpflicht springt immer dann ein, wenn dabei kein Vorsatz vorlag. Das gilt auch bei Sachschäden, falls etwa die Markise des Nachbarn verkokelt.
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Rezeptideen für die nächste Grillparty

(dtd). Abwechslung auf dem Rost gewünscht? Hier einige Grilltipps für die nächste Gartenparty:

Koteletts pikant gewürzt
Eine pikante Idee für die nächste Grillparty sind würzige Schweinekoteletts: Pfeffer, Chilipulver, Worcestersauce, Dijon-Senf, Salz, Kümmel und Paprika mit ein wenig Öl vermischen und damit die Koteletts rund eine Stunde marinieren. Den Grill vorheizen und die Koteletts circa vier Minuten auf jeder Seite garen. Die pikante Spezialität mit karamellisierten Äpfeln und Pastasalat servieren. Diese und viele weitere Rezeptideen sind unter http://www.cobb-grill.de im Internet abrufbar.
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Rehfleisch am Rosmarinspieß
Die Blätter der Rosmarinzweigen entfernen, dabei die oberen Blätter dran lassen, die Enden der Zweige anspitzen. Das Rehfleisch in zwei bis drei cm große Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und leicht salzen. Mit der gewünschten Marinade vermengen und je nach Geschmack ziehen lassen. Die Fleischwürfel auf die Rosmarinzweige stecken und zehn bis zwölf Minuten grillen, dabei mehrfach wenden. Dazu passt hervorragend frisches Knoblauchbrot. Unter http://www.wild-auf-wild.de gibt es weitere Rezepte mit leckerem, fettarmen Wild und Bezugsadressen in der Region.
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Knusprige Schweinerippchen
Spareribs über Nacht in einer Marinade aus Öl, Knoblauch, Honigsenf und Gewürzen eingelegen. Bei geringer Temperatur rund eineinhalb bis zwei Stunden auf dem Grill garen, dabei immer wieder mit der Marinade einreiben. Dazu schmeckt sehr gut ein frisch, gut gekühltes Pils.
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Grillsaucen
Manche probieren Sauce um Sauce, bis sie ihren Lieblingsgeschmack gefunden haben. Das Ergebnis: Grillpartys und Buffets sind meist mit einer Standardauswahl bestückt. Andere machen sich an die Arbeit und rühren jede Geschmacksrichtung in der heimischen Küche selbst zusammen. nzwischen gibt es Saucen, die jedem Anspruch gerecht werden: Die Zubereitungen von Fiensmecker beispielsweise sind handgerührt und machen trotzdem keine Arbeit. Es gibt sie in vielen Warenhäusern, in ausgesuchten Supermärkten und unter http://www.fiensmecker.de.

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