Noch schnellere Hilfe im Notfall – Dritter Notarztstandort am Ulmer Kuhberg eröffnet

Der neue Notarztstandort wird vom Universitätsklinikum Ulm in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund betrieben und von der Sektion Notfallmedizin des Universitätsklinikums organisiert, geleitet und werktäglich acht Stunden notärztlich besetzt. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren hierbei die für die Erbringung der Notarztleistungen erforderliche Infrastruktur, wie beispielsweise Räumlichkeiten, Einrichtung und die personelle Besetzung des neuen Standorts. Das Universitätsklinikum entsendet die behandelnden Notärzt*innen, der ASB stellt die Rettungsassisten*innen bzw. Notfallsanitäter*innen und das Notarzteinsatzfahrzeug. Der neue Standort sei so ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen zum Wohle der rettungsdienstlichen Versorgung der Ulmer Bevölkerung, betont der Kaufmännische Direktor und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Ulm, Dr. Joachim Stumpp. Wie die beiden bereits vorhandenen Notarztstandorte am Oberen Eselsberg und am Michelsberg, die derzeit knapp 6.000 Einsätzen pro Jahr bewältigen und ebenfalls dem Universitätsklinikum Ulm zugeordnet sind, ist auch der neue Standort für alle Regionen des Rettungsdienstbereiches gleichermaßen zuständig. „Die Standorte sind strategisch im Stadtgebiet verteilt, was jedoch nicht heißt, dass ein Standort nur für ein bestimmtes Gebiet zuständig ist“, erklärt der leitende Notarzt und Leiter der Sektion Notfallmedizin am Universitätsklinikum Ulm, Professor Claus-Martin Muth. „Die Fahrzeuge sind per GPS mit der Leitstelle verbunden. Ihre Alarmierung erfolgt immer danach, wer sich gerade am nächsten zum Einsatzort befindet, so dass wir die Rettungskräfte optimal koordinieren können.“

Durch den zusätzlichen Standort soll in erster Linie die notärztliche Hilfsfrist, also die Zeitspanne zwischen Eingang eines Notrufs und Eintreffen der Helfer am Einsatzort, in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis weiter verbessert werden. Laut Baden-Württembergischem Rettungsdienstgesetz sollte diese Hilfsfrist aus notfallmedizinischen Gründen möglichst nicht mehr als 10, höchstens jedoch 15 Minuten betragen. Die Frist gilt als erfüllt, wenn sie übers Jahr gesehen in 95 Prozent der Fälle eingehalten wird. „Wir freuen uns, durch den Aufbau des dritten Notarztstandortes gemeinsam mit den Kostenträgern einen noch größeren Beitrag zur Notfallrettung zu leisten“, erklärt der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Ulm, Professor Udo X. Kaisers. „Unsere Ärztinnen und Ärzte können die Ulmer Bevölkerung nun noch besser rettungsdienstlich versorgen.“

Hintergrund der Neuerung ist ein Gutachten des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst Ulm/Alb-Donau, das einen weiteren Notarztstandort im Ulmer Süden empfohlen hatte, um auch die südlichen Stadtgebiete und die nähere Umgebung weiter innerhalb der Hilfsfrist erreichen zu können.

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