Nierentransplantation bei Kindern: MHH und Techniker Krankenkasse optimieren Versorgung

Die jüngste Patientin war gerade einmal sechs Monate alt, als sie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine neue Niere erhielt. Meistens sind es unheilbare Erbkrankheiten, die dazu führen, dass schon Kinder und Jugendliche – häufig nach jahrelanger Dialyse – eine neue Niere brauchen. In der MHH werden pro Jahr rund 20 Nierentransplantationen bei Kindern durchgeführt. Insgesamt sind es seit 1970 schon über 650 Eingriffe. Damit ist die MHH das führende Zentrum für Kindernierentransplantationen in Deutschland. Die Zeit vor und nach einer Transplantation ist für die betroffenen kleinen Patienten und auch ihre Eltern eine Phase großer physischer und psychischer Belastung, die viele Fragen aufwirft. Denn Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine differenzierte, individuelle und stringente Vor- und Nachsorge nach so einem großen Eingriff. Aus diesem Grund haben die MHH und die Techniker Krankenkasse Niedersachsen zum 1. Mai 2010 einen Vertrag zur integrierten Versorgung für die optimierte Betreuung bei Kindernierentransplantationen geschlossen.

Anlässlich des Tages der Organspende am 5. Juni laden wir die Medienvertreter zum Pressegespräch ein am

Freitag, 4. Juni 2010
11 Uhr
Konferenzraum an der MHH-Lounge, Carl-Neuberg-Straße 1,
30625 Hannover.

Ihre Gesprächspartner werden sein:

Dr. Andreas Tecklenburg, MHH-Vizepräsident,
zuständig für das Ressort Krankenversorgung

Professor Dr. Lars Pape, Oberarzt in der Klinik
für Pädiatrische Nieren-, Leber und Stoffwechselerkrankungen

Ernst Thiel, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen

Jochen Blaser, Krankenhausreferent, TK-Landesvertretung Niedersachsen

Im Fokus dabei stehen die enge Vernetzung von Patient und Krankenhaus und die altersspezifische Nachsorge, speziell in der Pubertät. Wie lernt ein Teenager verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten? Schule und Krankheit: Wie kann man beides bewältigen? Und: Wie können Eltern sich vom Druck der lebenslangen Fürsorge befreien?
(idw, 05/2010)

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