Niels de Jonge erhält Ehrendoktorat der Universität Lyon

Zurzeit untersucht de Jonge’s Team mit dieser speziellen Methode Vorgänge in Brustkrebszellen und die Auswirkungen von Medikamenten auf Brustkrebszellen. So konnte vor kurzem gezeigt werden, dass sich spezielle Rezeptoren in der Zellmembran von Brustkrebszellen, die das Tumorwachstum beeinflussen, nicht immer gleich auf das untersuchte Medikament reagieren und dass Zell-Heterogenität eine große Rolle spielt.
Die Ergebnisse wurden jüngst in der Zeitschrift Molecular Biology of the Cell veröffentlicht. In Zukunft wird diese Forschung von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt.

STEM bedeutet „Scanning Transmission Electron Microscopy“ und erklärt die Besonderheiten dieses Verfahrens, bei der mit einem Elektronenstrahl dünne Schichten „durchleuchtet“ (transmission) und im Rasterverfahren (scanning) abgebildet werden. Liquid-STEM bezieht sich auf die Anwendung des STEM- Verfahrens für Proben in Flüssigkeit.

Der Biophysiker de Jonge wurde bereits mehrfach für die Entwicklung des „Liquid-STEM“ ausgezeichnet. So erhielt er im letzten Jahr den Innovation in Materials Characterization Award der Materials Research Society sowie den Life Science Award der European Microscopy Society.

Professor de Jonge leitet seit Januar 2012 den Programmbereich Innovative Elektronenmikroskopie am INM. Seit 2013 ist er außerdem Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes. Davor war er Assistant Professor an der Vanderbilt University School of Medicine, Nashville, Tennessee, USA. Er hat in Amsterdam, Niederlande, Experimentalphysik studiert und 1999 in Biophysik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg promoviert.

Ihr Experte am INM
Prof. Dr. Niels de Jonge
Leiter Innovative Elektronenmikroskopie
Tel.: 0681-9300-313
niels.dejonge(at)leibniz-inm.de

Originalpublikation
Peckys, Diana B., Korf, Ulrike, Wiemann, Stefan, de Jonge, Niels. Liquid-phase electron microscopy of molecular drug response in breast cancer cells reveals irresponsive cell subpopulations related to lack of HER2 homodimers. Molecular Biology of the Cell 2017, DOI 10.1091/mbc.E17-06-0381.

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Nanokomposit-Technologie, Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 240 Mitarbeiter.

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