Nie mehr dicke Luft

(djd). Gesundheit fängt beim Wohnen an: Wenn nicht genügend Frischluft ins Haus gelangt, wenn Möbel oder verwendete Baustoffe Emissionen abgeben oder wenn Allergiker unter der Polleninvasion in den eigenen vier Wänden leiden, wird zugleich das Wohlbefinden beeinträchtigt. Wohngesundheit ist zu einem wichtigen Thema geworden, das immer stärkere Aufmerksamkeit findet. Viele Verbraucher achten heutzutage bewusst darauf, für welche Baumaterialien, Bodenbeläge und Farben sie sich entscheiden. Gerade in Verbindung mit einer energetischen Sanierung, wie sie viele Hauseigentümer planen, ist manches zu beachten – denn mit der Wärmedämmung werden Häuser oft so gut „eingepackt“, dass sie buchstäblich nicht mehr atmen können. Ungesunde Raumluft und sogar Schimmelbildung können zu den Folgen zählen.

Lüften – aber richtig

Eine gute und regelmäßige Raumlüftung wirkt der buchstäblich dicken Luft im Eigenheim entgegen. Experten empfehlen, die Fenster stoßweise mehrmals täglich für zehn bis 15 Minuten zu öffnen. Noch praktischer ist eine automatische Belüftung, die gerade in gut gedämmten Alt- und Neubauten die notwendige Frischluft zum Atmen heranführt. Zusätzlich helfen Wandbaustoffe wie beispielsweise Leichtbeton, die mit ihren mineralischen Zuschlägen für eine ausgewogene Innentemperatur und eine schadstofffreie Raumluft sorgen – bei gleichzeitig zeitgemäßer Dämmleistung. Damit wird sogar ein zusätzliches Wärmedämmverbundsystem (WDVS) überflüssig. Das Leichtbeton-Mauerwerk beinhaltet keine zusätzlichen Chemikalien und ist somit emissionsfrei. Außerdem trägt die porige Struktur des Baustoffes dazu bei, dass Außengeräusche weitgehend abgeschirmt werden.

Schimmel vorbeugen

Zu viel Feuchtigkeit und ein nicht ausreichender Luftaustausch können auf Dauer zur gefürchteten Schimmelbildung und den damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren führen. Bereits das richtige Baumaterial wirkt dem entgegen. So kann zum Beispiel Mineralputz die Schimmelbildung verhindern, indem sie die Luftfeuchtigkeit reguliert. In einem durchschnittlich großen Wohnzimmer kann etwa Rotkalk von Knauf bis zu 17 Liter Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Zudem ist der Putz alkalisch, das heißt, der pH-Wert ist sehr hoch – den Schimmelpilzen wird damit die Lebensgrundlage entzogen.

Baustoffe mit Aktivwirkung

Noch weiter gehen Baustoffe, die nicht nur vor Umweltgefahren schützen, sondern sogar die Luftqualität verbessern können. Spezielle Aktiv-Dachbaustoffe, wie etwa die „Frankfurter Pfanne Titano/x“ von Braas, reinigen die Luft selbsttätig. Das Mineral Titandioxid in dem Material wandelt dabei mithilfe des Sonnenlichts schädliche Stickoxide aus der Luft in harmlose Nitrate um. Zusätzlich wird organischer Schmutz wie Algen oder Moose zersetzt. Der nächste Regen spült die Nitrate, die am Boden als Nährstoff für Pflanzen dienen, einfach vom Dach herunter.

Prima Klima ohne Schadstoffe

Mindestens ebenso wichtig wie die Luftqualität ist auch die Raumtemperatur – denn in der sonnigen Jahreszeit heizt sich so manches Haus unangenehm stark auf. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen können die Folgen sein. Für Abhilfe auf automatische Art sorgen Raumklimaanlagen, die zugleich helfen die Luftqualität im Raum zu verbessern. Dazu sind Geräte wie zum Beispiel die „Daikin Emura“ mit einem serienmäßigen Aktiv-Filter ausgestattet, der wirkungsvoll Pollen, Tierhaare, Staub und Milben abhält – nicht nur Allergiker werden sich über die saubere Luft freuen. Zugleich kann die Anlage an kühlen Sommerabenden oder in der Übergangszeit auch als Heizungsersatz dienen. Durch diese Heizfunktion kann die reguläre Zentralheizung länger ausgeschaltet bleiben.

Überhitzung vermeiden

Für ausgeglichene Temperaturen an heißen Tagen sorgen zusätzlich oder alternativ auch Rollos – ganz nach Wunsch verbinden sie dies mit einem Sichtschutz oder einer Verdunkelung, etwa im Schlaf- oder Kinderzimmer. Besonders praktisch sind automatische Rollos, die sich per Fernbedienung öffnen und schließen lassen. Moderne Funktechnik macht dies möglich, ohne dass erst aufwändig Wände geschlitzt und Leitungen verlegt werden müssten. So kann man etwa das neue „eRollo“ ohne diesen Aufwand an jedem Fenster montieren – praktisch auch für Mieter, die bei einem späteren Auszug aus der Wohnung das elektrische Rollo einfach mitnehmen können. Alles, was für die bequeme Steuerung vom Bett oder vom Sofa aus notwendig ist, verbirgt sich unsichtbar in der Antriebswelle. Bedient wird das Rollo entweder mit der mitgelieferten Fernbedienung, per Smartphone oder Tablet-PC. So kann man an heißen Tagen die Sommersonne aussperren und ein Überhitzen der Räume verhindern.

Frische Luft für das Oberstübchen

Überhitzte Räume sind vor allem im Dachgeschoss oft ein Problem. Wer dies vermeiden will, findet etwa mit der neuen Protegon-Technologie für das Dach eine passende Lösung. Feine Pigmente in der Oberfläche der Dachpfannen reflektieren bis zu 300 Prozent mehr Infrarotstrahlen des Sonnenlichts als herkömmliche Varianten. Damit kann auf der Unterseite der Aktiv-Dachsteine ein Temperaturunterschied von bis zu zehn Grad Celsius erreicht werden. Zugleich sollte man gerade im Oberstübchen für ausreichend Frischluft sorgen.

Insektenplage vermeiden

Viele Bewohner möchten die Dachfenster allerdings nicht permanent öffnen, da dann wiederum Pollen, Staub und vor allem auch störende Insekten ins Innere gelangen. Dabei lassen sich viele Dachfenster auch nachträglich mit einem Insektenschutz-Rollo ausstatten. Das Glasfasernetz ist licht- und luftdurchlässig, hält aber die ungebetenen Eindringlinge ab – und das ganz ohne Chemie-Einsatz in der eigenen Wohnung. Zudem lassen sich die Insektenschutz-Rollos zum Beispiel von Velux ganz nach Wunsch auch mit einem Sonnenschutz kombinieren. Um die Rollos nachzurüsten, benötigt man lediglich Typ und Größe des Dachfensters. Diese Angaben sind meist beim geöffneten Fenster rechts hinter der Griffleiste auf dem Typenschild zu finden.

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