Neuroonkologisches Zentrum am Universitätsklinikum Marburg

Zur interdisziplinären Behandlung neuroonkologischer Erkrankungen erklärt Prof. Dr. med. Christopher Nimsky, Leiter des neuen Zentrums und Direktor der Klinik für Neurochirurgie: „Am Universitätsklinikum Marburg bieten wir alle Formen der Behandlung neuroonkologischer Tumoren an“. Neurochirurgie, Neurologie, Neuropathologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin verfügen über vielfältige diagnostische Verfahren, die von der aufwändigen prä- und intraoperativen Bildgebung bis zur modernen molekularen Diagnostik reichen. Sie schaffen die Grundlage für die Auswahl der individuellen Behandlung.

„Wir verfügen über ein sehr breites neurochirurgisches Spektrum mit verschiedenen Operationsverfahren, multimodaler Navigation sowie intraoperativer Bildgebung. Während der Operation können so z.B. relevante Informationen über die Ausdehnung eines Tumors und angrenzende Risikostrukturen in das OP-Mikroskop eingespielt werden. Gleichzeitig ist die intraoperative Bildgebung mit Computertomographie und Ultraschall eine unmittelbare intraoperative Qualitätskontrolle, die Präzision wird deutlich erhöht, komplette Tumorresektionen werden möglich.“, so Prof. Nimsky.

Ergänzt wird die Neurochirurgie durch das komplette Spektrum der Strahlentherapie, welches auch die Ionenstrahltherapie durch das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) einbezieht, ebenso die modernsten Chemo- und Immuntherapien. „Unser Ansatz ist immer: Die für den individuellen Fall am besten geeignete Therapieform zu entwickeln und diese in standardisierten, hochqualifizierten Verfahren durchzuführen“, erläutert Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic, stellvertretende Leiterin des Zentrums und Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie.

Im Neuroonkologischen Zentrum agieren als Hauptbehandlungspartner die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, die Klinik für Neurologie, die Abteilung für Neuroradiologie, die Abteilung für Neuropathologie sowie die Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie. So ist das „Herzstück“ des Marburger Neuroonkologischen Zentrums die bereits seit über 10 Jahren eingerichtete interdisziplinäre Neuroonkologische Tumorkonferenz, die wöchentlich am Universitätsklinikum Marburg stattfindet.

Allein im Jahr 2017 wurden in dieser Tumorkonferenz über 900 Patientenfälle erörtert sowie auf den einzelnen Fall optimierte, individuelle Therapieempfehlungen ausgesprochen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Krebsgesellschaft auch dieses Zentrum unseres Comprehensive Cancer Center zertifiziert hat“, erklärt Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. „Mit dem neuroonkologischen Zentrum hat Marburg jetzt zwölf onkologische Organzentren und erweitert damit sein schon vorher breit aufgestelltes Portfolio in der optimalen Versorgung von Krebspatienten um einen weiteren wichtigen Baustein. Damit wird das Angebot für Krebspatienten im Marburg Comprehensive Cancer Center (CCC) um ein weiteres Fach ergänzt.“, ergänzt Prof. Dr. Harald Renz, Ärztlicher Geschäftsführer des Universitätsklinikums Marburg.

Weitere Informationen:
Neuroonkologisches Zentrum
Leiter des Zentrum: Prof. Dr. Christopher Nimsky
Stellvertretende Leiterin des Zentrums: Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic

Das Neuroonkologische Zentrum ist erreichbar über die Klinik für Neurochirurgie:
Allgemeine Sprechstunde
Montag bis Donnerstag, 8:00 Uhr – 15:00 Uhr, Freitag 8:00 Uhr – 14:00 Uhr
Telefonische Anmeldung: 0 64 21 58-63 846

Kontakt:
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Baldingerstraße
35042 Marburg

Klinik für Neurochirurgie
Direktor
Prof. Dr. med. Christopher Nimsky
Telefon: +49 (0) 6421 – 58 66447
E-Mail: Christopher.Nimsky@med.uni-marburg.de

Pressestelle:
Dr. Manuela Rutsatz
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: (06241) 58 66 308
E-Mail: manuela.rutsatz@uk-gm.de

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