Neurologisch Erkrankte profitieren von Konzept durch Reduktion der Rastlosigkeit und Unruhe sowie Verbesserung der Stimmung

Schwersterkrankte neurologische Patienten mit erworbenen Hirnschäden beispielsweise nach Schädelhirntrauma oder nach Herzinfarkten mit anschließender Wiederbelebung leiden häufig unter Gedächtnisstörungen oder andere Auffälligkeiten. Diese können zu unkalkulierbarem Verhalten führen, mit dem die Patienten sich selbst in Gefahr bringen. Ihre medizinisch-therapeutische Betreuung stellt im Rahmen der stationären Rehabilitation eine herausragende Aufgabe dar.

Unter der ärztlichen Leitung von NRZ-Chefärztin Dr. Monika Cichorowski und der therapeutischen Leitung von Diplom-Psychologin Claudia Scharf wird in der MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden seit einigen Wochen ein Konzept umgesetzt, das neben Genesung und erfolgreicher Wiederherstellung des Orientierungsvermögens die Integration der Patienten in ihre Familien und in das Alltagsleben zum Ziel hat.

Merkmal ist die gelebte Interdisziplinarität, mit der sich unterschiedliche Fachgruppen um die Rehabilitation dieser anspruchsvollen Klientel kümmern. Hinzu kommt der zeitliche Rahmen der therapeutischen Betreuung, der weit über die üblichen Therapiezeiten hinausgeht.

So, wie das therapeutische Konzept von Bedeutung ist, ist es auch das Umfeld. Die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden bietet daher dieser Klientel einen geschützten Rahmen. Dies ermöglicht den bis zu acht Patienten ein Maß von Freiheit, das es in vergleichbaren Einrichtungen so nicht gibt.

Obwohl das MEDIAN-Konzept erst seit einigen Wochen umgesetzt wird, sind die Erfolge unübersehbar und beeindruckend. Die Reduktion der Rastlosigkeit und Unruhe, eine bessere soziale Kommunikation und eine Verbesserung der Stimmung sind unübersehbar. Damit sind wichtige Voraussetzungen gegeben, die eine erfolgversprechende Therapie überhaupt erst ermöglichen. Das bestätigen auch die Verwandten der Patienten, die einhellig die gute Atmosphäre, die gute Strukturierung und das auf die Patienten individuell und flexibel zugeschnittene Therapieprogramm loben. Auch die speziellen Angebote für Angehörige werden gerne angenommen, wie z.B. die flexiblen Sprechstunden oder die Möglichkeit an Therapien teilzunehmen. Denn auch die Angehörigen sind in diesen Zeiten stark gefordert und benötigen Unterstützung. Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung der Umwelt sind bei den in Frage kommenden Phase-B-Patienten beeinträchtigt.

Patienten mit neurologischen Erkrankungen bedürfen stets einer besonderen Aufmerksamkeit. Dies gilt in besonderem Maß für die Patienten der Frührehabilitation der Phase B, die zwar bereits Fortschritte im Rahmen der motorischen Fähigkeiten aufweisen, ihr Verhalten aber nur unzureichend steuern können oder schwerste Gedächtnisstörungen aufweisen. Dem medizinisch-therapeutischen Team der MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden geht es darum, dass sie sich nach der Rehabilitation im Alltag wieder leichter zurecht finden. Das alltagsorientierte Konzept der kognitiven Frührehabilitation ist hierzu ganz offensichtlich der richtige Weg.

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