Neurologen warnen vor gefährlicher Therapie bei Multipler Sklerose

Hintergrund der Kritik ist die so genannte „venöse Stauungshypothese“ der Multiplen Sklerose, die unter Fachleuten und in Patientenforen auch als chronisch cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI) heftig diskutiert wird und offenbar immer mehr Anhänger findet. „Nach unserer Meinung gibt es für diese Hypothese keine ausreichenden Beweise, und es gibt erst recht keinen Grund dafür, den vermeintlichen Gefäßstau in einem so genannten Liberation Treatment für mehrere Tausend Euro beseitigen zu wollen“, so MS-Experte Professor Hans-Peter Hartung aus Düsseldorf, der dazu auf der Neurowoche 2010 in Mannheim (21.-25.September) neue Erkenntnisse präsentieren wird. Die Neurowoche ist mit mehr als 6000 Teilnehmern der größte neuromedizinische Kongress in Europa.

Hinweis für die Medien
Das Thema wird im Rahmen der Neurowoche auf zwei Pressekonferenzen vorgestellt:
• Auftaktpressekonferenz, 21.09.2010, 12.00-13.00 Uhr, Congress Centrum Rosengarten, Pressezentrum Raum „Maurice Ravel“, Dorint Hotel, Friedrichsring 6, 68161 Mannheim
• Themenpressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 22.09.2010, 10.00-11.00 Uhr, Congress Centrum Rosengarten, Pressezentrum Raum „Maurice Ravel“, Dorint Hotel, Friedrichsring 6, 68161 Mannheim

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 6500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.

Pressestelle der Neurowoche und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
c/o albertZWEI media GmbH, Frank Miltner, 089/46148614, presse@dgn.org
(idw, 09/2010)

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