Neues Nano-Bioanalytik-Zentrum vor Einweihung sehr begehrt

Das NBZ richtet sich an Firmen, die Produkte, analytische Methoden und Geräte zur Charakterisierung von Nanomaterialien in biologischen Proben entwickeln. Alleinstellungsmerkmal für das NBZ – und das macht es europaweit einzigartig – ist ein Biomedizinisches Technologiezentrum der Medizinischen Fakultät, das die Nutzer unter anderem mit Marktanalysen neuer Produkte und als Forschungspartner unterstützt. In ihren Biologie-, Physik- und Chemielaboren können die Unternehmen zusätzlich auf Spezialgeräte im Wert von sechs Mio. Euro auf Mietbasis zugreifen. Dadurch haben die NBZ GmbH, 100-prozentige Tochter der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, als Bauherrin und die Technologieförderung Münster GmbH optimale Bedingungen geschaffen.

Die Idee des NBZ basiert auf der Ergänzung der vorhandenen Grundlagenforschung um ein Zentrum für anwendungsorientierte Firmen. Die EU und das Land sagten im Januar 2010 insgesamt 6,4 und 3,8 Mio. Euro Fördergelder zu. Weitere drei Mio. Euro investiert die Stadt Münster, Mieteinnahmen decken die restlichen Kosten. Die „Allianz für Wissenschaft“, eine Initiative aus Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft, erklärte das NBZ zum größten Projekt der kommunalen Innovationsförderung. Es ist davon auszugehen, dass im NBZ bis zu 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Aktuell sind in Münster und der Region etwa 30 Unternehmen mit rund 1000 Beschäftigten im Bereich in der Nanobioanalytik tätig.

Die Einweihung im Februar markiert den vorläufigen Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung im Wissenschaftspark Münster. Hier liegen neben dem neuen NBZ das 2003 eröffnete Center for Nanotechnology (CeNTech) mit seinem Anfang 2012 eingeweihten Anbau sowie der Technologiehof, das European Institute for Molekular Imaging (EIMI) und das Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die physikalischen, chemischen und medizinischen Institute sowie das Klinikum der Universität Münster. Das heißt: Die Firmen im NBZ profitieren von unmittelbar benachbarten nano- und biotechnologischen Forschungseinrichtungen, Betrieben, Hochschulen und Kliniken. Sie zusammen bilden die Wertschöpfungskette im Nanobioanalytik-Cluster Münster.

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