Neues Kompetenzzentrum für Pflegekräfte und Gesundheitsberufe im bayerisch-tschechischen Grenzraum

An dem grenzüberschreitenden Projekt für das eine Laufzeit bis 2019 angesetzt ist, sind zum einen drei bayerische Bezirke, Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken neben der federführenden TH Deggendorf beteiligt. Hinzu kommen Experten von Kliniken und relevanten Einrichtungen und der Universität Pilsen.

Der Grenzraum wächst zusammen. „Aus Nachbarn werden Freunde. Die Menschen gestalten den Wandel. Der Freistaat Bayern unterstützt und geht selbst aktiv voran. Aus dem ehemaligen Eisernen Vorhang soll ein Goldenes Band entstehen“, merkte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker an.

Mit dem Kompetenzzentrum in Bad Kötzting sollen die Pflege- und Gesundheitsberufe im bayerischen Grenzraum insbesondere für qualifiziertes Personal aus dem Ausland attraktiver werden. Angesiedelt in den vom Landkreis Cham zur Verfügung gestellten Räumen des Gesundheitscampus in der Berufsschule Bad Kötzting soll das neue Kompetenzzentrum dazu beitragen, Regeln zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu vereinfachen oder Sprachbarrieren abzubauen, auch durch Hilfe bei Jobsuche und Behördengängen.
Projektleiter ist Prof. Dr. Horst Kunhardt, Leiter des Gesundheitscampus Bad Kötzting und des Instituts für Crossborder Health Care Management: „Am Gesundheitscampus Bad Kötzting der TH Deggendorf wird bereits sehr erfolgreich das Projekt IGM-Campus unter Federführung der TU München in Kooperation mit der TH Deggendorf durchgeführt. Mit dem neuen Kompetenzzentrum wird der Standort und die Region weiter gestärkt und das Zukunftsthema Pflege in einer grenzübergreifenden Weise bearbeitet. Ich bedanke mich für das Vertrauen, das uns das Bayerische Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat in unser Konzept gesetzt hat und freue mich auf die Umsetzung des Projekts. Besonders freut es mich aber, dass wir mit diesem Projekt auch dem Landkreis Cham und der Stadt Bad Kötzting etwas zurückgeben können, da unsere Hochschule immer bei allen Initiativen hervorragend unterstützt wurde“, so Prof. Kunhardt.

Der Chamer Landrat und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler, wies heute bei der Übergabe des Förderbescheids darauf hin, dass der Landkreis Cham beste Voraussetzungen für das Projekt bietet: „Der Standort Bad Kötzting zeichnet sich bereits jetzt als Zentrum für Gesundheitsförderung und Prävention aus. Das Kompetenzzentrum ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung des Fachkräftemangels in Pflegeberufen im Grenzraum. Pflegekräfte und Patienten werden von dieser Ausbildung auf hohem Niveau profitieren.“

Der erste Lehrgang am neuen Kompetenzzentrum beginnt bereits kommenden September, künftig sind jährlich zwei Lehrgänge vorgesehen.

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