Neuerscheinung: Pflanzenzucht und Gentechnik

Die Fortschritte in der Molekularbiologie, einschließlich der detaillierten Kenntnis gesamter Genome von Nutzpflanzen, sowie die Möglichkeit, durch Austausch von Genen zwischen verschiedenen Organismen in kurzer Zeit völlig neue Zuchtziele zu verwirklichen (Grüne Gentechnik), haben in den vergangenen Jahrzehnten das klassische Potenzial der Pflanzenzüchtung erheblich gesteigert. Da die Flächen, die für Landwirtschaft geeignet sind, weltweit immer knapper werden, sollte die moderne Pflanzenzüchtung inklusive Grüner Gentechnik eine wichtige Rolle für die künftige Ernährung der steigenden Weltbevölkerung spielen. Moderner Resistenzzüchtung kann es gelingen, die weltweiten Ernteerträge um etwa ein Drittel anzuheben. Weitere Ziele, die durch intensivere Förderung und den Einsatz der modernen Züchtung erreicht werden könnten, sind eine erhöhte Dürreresistenz von Pflanzen oder Nutzpflanzen, die mit bestimmten Nährstoffen angereichert werden, um Mangelkrankheiten zu verhindern.

Der Band enthält die überarbeiteten Vorträge und Diskussionen einer gleichnamigen Fachtagung der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie ein Schlagwortverzeichnis und eine Stellungname der Kommission.

Rezensionsexemplare für Medienvertreter können unter Angabe der Zeitung bzw. Fachzeitschrift, in der das Buch besprochen werden wird, bei Dr. Claudia Deigele, Kommission für Ökologie der BAdW, angefordert werden (post@oekologie.badw.de).

Pflanzenzucht und Gentechnik in einer Welt mit Hungersnot und knappen Ressourcen. Rundgespräche der Kommission für Ökologie, Band 40 (2012). 160 S., 30 Farb- und 34 SW-Abbildungen, 10 Tabellen. – 24 x 17 cm, Paperback. Hrsg. Bayer. Akademie der Wissenschaften. Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München. ISBN 978-3-89937-125-3 – 25,00 Euro.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Förderkolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.

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