Neuer Vollzeit- und Teilzeitstudiengang Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege

Der Studiengang richtet sich – anders als andernorts bestehenden Pflege- und Therapiestudiengänge – an Personen, die bereits über Fachkenntnisse und praktische Erfahrungen verfügen und sich sowohl auf akademischem Niveau weiterqualifizieren als auch im Bereich der Geriatrie spezialisieren möchten. Da der Studiengang insbesondere berufstätige Pflege- und Therapiefachkräfte anspricht, wird neben der regulären Vollzeit- auch eine weniger zeitintensive Teilzeitvariante angeboten.

Das Studium qualifiziert zur eigenständigen Übernahme besonders komplexer und anspruchsvoller Tätigkeiten in der Behandlung, Betreuung und Versorgung alter Menschen. Absolventinnen und Absolventen kommen im stationären, ambulanten oder kommunalen Bereich, aber auch im Beratungs- und Dienstleistungssektor zum Einsatz.

Prof. Dr. Veronika Schraut, selbst examinierte Altenpflegerin und seit September Koordinatorin dieses Studiengangs, hebt hervor: „Um eine nachhaltige und sektorenübergreifende Versorgung alter Menschen auch langfristig gewährleisten zu können, brauchen wir akademisch gebildete Fachkräfte, die komplexere Aufgaben übernehmen, aber auch über den Tellerrand ihrer eigenen Fachdisziplin hinausschauen können. Deshalb bilden wir die Berufsgruppen, die später in geriatrischen Kliniken und Pflegeeinrichtungen zusammenarbeiten werden, gemeinsam aus und schulen sie in der interdisziplinären Teamarbeit.“

Da die Studierenden bereits eine für das Studium relevante Berufsausbildung absolviert haben, verkürzt sich das Studium auf insgesamt fünf, im Teilzeitstudium auf acht Semester. „Wir bauen auf den bereits vorhandenen Grundlagen auf, die wir deshalb auf die Studiendauer anrechnen können. Das Studium ergänzt diese um ein breites Fächerspektrum, das auf die spezifischen Anforderungen alter Menschen und deren Lebensumfeld ausgerichtet ist“, erläutert Prof. Dr. Zacher, der den Studiengang maßgeblich entwickelt hat.

Zu den Studieninhalten zählen u. a. die geriatrische Krankheits- und Behandlungslehre, altersspezifische Pflege- und Therapiemethoden, ganzheitliche Versorgungskonzepte, Angehörigenarbeit, Palliative Care, technische Unterstützungssysteme, Projektmanagement sowie rechtliche und ökonomische Grundlagen.

Der neue Studiengang ist Teil des Studienfeldes „Gesundheit und Generationen“. Die Hochschule Kempten entwickelt in diesem Bereich innovative Studienangebote zur Ausbildung von Fachkräften, die für die Bewältigung des demografischen Wandels dringend benötigt werden, nicht zuletzt in der Gesundheitsregion Allgäu. Dank des Struktur- und Regionalisierungskonzepts des Bayerischen Wissenschaftsministeriums können diese nun umgesetzt werden.

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