Neuer Studiengang in Medizinisch-Technischer Informatik an der Hochschule Reutlingen

Über die Entscheidung des Ministeriums, den seit langem gestellten Antrag der Fakultät Informatik zuzustimmen, zeigte sich Dekan Prof. Dr. Uwe Kloos sehr erfreut. „Mit dem neuen Studiengang Medizinisch-Technische Informatik bieten wir den jungen Menschen eine Ausbildung mit einem hohen Zukunftswert“, so Uwe Kloos. Den Studienbetrieb wird der neue Studiengang Medizinisch-Technische Informatik, kurz MTI, im Wintersemester 2011/2012 mit 36 Plätzen aufnehmen. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2011.

Mit dem neuen Studiengang Medizinisch-Technische Informatik greift die Fakultät Informatik an der Hochschule Reutlingen einen Themenbereich auf, der besonders zukunftsträchtig ist. Das Thema Gesundheit hat in den letzten Jahren einen immer höheren Stellenwert erhalten. Hinzu kommen ständig neue medizinische Entwicklungen. Wie weit diese Entwicklungen inzwischen gediehen sind und wie wichtig das Thema Informatik auch in der Medizin ist, wird heutzutage schnell bei einem Arztbesuch klar. Bei Untersuchungen, Diagnosen und selbst bei Operationen sind Computer und IT Lösungen nicht mehr wegzudenken. Angefangen vom Ultraschallbild und Computertomografien über Hochleistungskameras bei Operationen bis hin zu Intensivstationen. Überall sind IT Lösungen notwendig, damit die medizinischen Systeme arbeiten.

Genau hier setzt der neue Studiengang Medizinisch-Technischer Informatik an und verknüpft Informatikwissen mit medizinisch-technischem Wissen. Neben den klassischen Informatikkompetenzen sollen die zukünftigen Studierenden auch eine besondere Qualifikation in der Medizintechnik erhalten. So wird die Fakultät gezielt mit Kliniken und anderen medizinischen Einrichtungen zusammen arbeiten, um den Studierenden Praxiserfahrungen und medizinisches Wissen zu vermitteln. Es wird dabei für die Studierenden vielfältige Möglichkeiten geben, sich in der Entwicklung effizienter Verfahren zur Nutzung moderner medizinischer Informationssysteme (Bildgebung, -auswertung, -archivierung, Vernetzung, verteilte Zusammenarbeit) aktiv einzubringen. Dies wird im Rahmen von Praxisprojekten oder Abschlussarbeiten erfolgen.

Um die Ausbildung in Reutlingen den neuen Bedürfnissen anzupassen, werden an der Fakultät Informatik drei neue Professuren geschaffen, die sich speziell mit dem Themenkomplex Medizinisch-Technische Informatik befassen. Außerdem kann die Fakultät Informatik bereits heute auf ein hohes und umfangreiches Wissen in dem Themenbereich zurückgreifen. Schon im aktuellen Masterprogramm der Medien- und Kommunikationsinformatik arbeiten Studierende an Projekten, die sich mit der Bildbearbeitung in der Medizin beschäftigen.

Mit dem VRlab (Virtuell-Reality. Labor) verfügt die Fakultät Informatik zudem bereits heute über ein Labor, in dem an dreidimensionalen Bilddarstellungen gearbeitet wird, ähnlich wie dieses auch im neuen Studiengang erfolgen wird. Das Labor und auch die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse können so auch für den neuen Studiengang genutzt werden. In den letzten Jahren sind zudem vielfältige Zusammenarbeiten mit unterschiedlichen Forschungsinstituten entstanden. Neben dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart, spielt hier vor allem das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken eine wichtige Rolle. Seit einem Jahr gibt es auch gemeinsame Arbeiten im Bereich der VR (Virtuell-Reality) mit dem Max-Planck-Institut für Biokybernetik in Tübingen.

Ansprechpartner:
Alfred Siewe-Reinke
Fakultät Informatik, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 07121 / 271-4052
E-Mail: presse@informatik-reutlingen.de

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