Neuer Studiengang an der Universität Ulm: „Advanced Oncology“

Was haben die Radiologin eines Krankenhauses in Bulgarien, der Biologe eines norwegischen Pharmaunternehmens, der Chirurg einer Klinik in Norddeutschland und der Biochemiker eines renommierten Instituts aus dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten gemeinsam? Alle vier haben in ihrem jeweiligen Berufsfeld mit onkologischen Erkrankungen zu tun – und alle vier haben die Erfahrung gemacht, dass es weltweit bislang kein berufsbegleitendes und umfassendes Programm für eine umfassende onkologische Weiterbildung gibt, das insbesondere ein flexibles Zeitmanagement ermöglicht. Wichtige Zusatzqualifikationen, gespeist aus den Erkenntnissen moderner Therapien, innovativer Forschungsansätze, neuester diagnostischer Verfahren aber auch des strategischen Managements, konnten bislang von Ärzten und Wissenschaftlern nur äußerst mühsam aus einem wahren Dickicht einzelner onkologischer Weiterbildungsangeboten herausgefiltert werden. Das soll sich mit Beginn des Wintersemesters 2010 ändern – und die Universität Ulm möchte Vorreiter sein!

"Die Kompaktheit der Ausbildung ist in der Tat einzigartig. Wir setzen in Ulm mit diesem MasterOnline Studiengang auch international neue Maßstäbe", bekräftigt die Onkologin Dr. Manuela Bergmann, Medical Director des neuen Studienangebots. Der Studiengang wurde vom International Center for Advanced Studies in Health Sciences and Services (ICAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm und dem Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU), dem Tumorzentrum des Ulmer Universitätsklinikums, entwickelt. Zahlreiche Kooperationen mit international anerkannten Fachgesellschaften und Experten trugen darüber hinaus zur Qualitätssicherung bei. Am Ende steht ein Gesamtpaket, das durch das Programm "Master Online" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert wird.
"Der Studiengang befähigt, leitende Funktionen in Tumorzentren, wissenschaftlichen Institutionen, Einrichtungen des Gesundheitswesen oder der onkologischen bzw. pharmazeutischen Forschung auszuüben", präzisiert Dr. Bergmann.

Doch wie ist dieser "Schub für die Karriere" organisiert? "Advanced Oncology" basiert auf der Verknüpfung von Präsenzveranstaltungen und virtuellem Lernen mittels neuer Informations- und Kommunikationsmedien. "Innerhalb eines Moduls kann der Studierende den Bearbeitungszeitpunkt eines Themas frei wählen. Die verschiedenen Schwerpunkte, zum Beispiel Klinische Forschung, Interdisziplinäre Onkologie oder Management und Betriebswirtschaft, werden durch verschiedene Lehrmethoden dargestellt, wobei die Wahl dieser Methoden dem Studierenden letztlich frei gestellt ist", erläutert die Medizinerin und ergänzt: "Der Studiengang umfasst vier Semester und führt zum Erwerb des Titels Master of Science. Unsere Studierenden können die Inhalte in zwei oder vier Jahren absolvieren, damit tragen wir nicht zuletzt sehr unterschiedlichen beruflichen und familiären Situationen Rechnung, die nie im Widerspruch zu wissenschaftlicher Weiterbildung stehen sollten."

Die Einschreibefrist für das neue Lehrangebot endet am 15. Mai dieses Jahres. Im Internet erhalten Interessierte unter www.masteroncology.de oder www.icas.uni-ulm.de weitere Informationen.
Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter der Sekretariats-Rufnummer +49 (0)731 500-69404 möglich.

Weitere Informationen
Federführend für den Studiengang "Advanced Oncology" ist Medical Director Dr. med. Manuela Bergmann. Die 37-Jährige studierte an der LMU München Medizin. Ihr Praktisches Jahr absolvierte Sie an der Poliklinik S. Orsola, Universität Bologna. Ihre berufliche Laufbahn begann sie am Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik und Poliklinik III. Im Jahre 2001 Promotion und seit 2006 Fachärztin für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie/Internistische Onkologie. Zahlreiche Zusatzqualifikationen (u. a. München-Havard-Alliance: Hochschullehrer-Training – Problem-orientiertes Lernen, Mitglied der Studienleitgruppe der Deutschen CLL Studiengruppe), die eine gute Verbindung von ärztlicher, wissenschaftlicher und lehrender Tätigkeit schaffen.

Für Rückfragen wenden sich Journalisten bitte an

Dr. Manuela Bergmann, Tel. 0731 500-69408
oder
Dr. Marcel Sailer, Tel. 0731 500 69407
(idw, 02/2010)

Scroll to Top