Neuer Patientenleitfaden Bluthochdruck veröffentlicht

Der Patientenleitfaden orientiert sich an den aktuell gültigen wissenschaftlichen Leitlinien „Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie 2013“. Diese sind eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe für Ärzte zur Behandlung von Bluthochdruck und wurden von einer Expertengruppe im Auftrag der Deutschen Hochdruckliga und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erstellt. Der Patientenleitfaden übersetzt die wesentlichen Inhalte dieser Handlungsempfehlungen, die das aktuelle medizinische Wissen bündeln, für die Patienten. „Wir möchten den Patienten damit das notwendige Wissen an die Hand geben, um im Gespräch mit dem Arzt die richtigen Fragen stellen zu können“, erläutert Professor Dr. Bernhard Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Bei Bluthochdruck hänge der Behandlungserfolg wesentlich von der Adhärenz ab, also von der Einhaltung der Therapieziele. Die Therapietreue sei wesentlich höher, wenn Arzt und Patient die Behandlungsentscheidung gemeinsam getroffen haben. „Hier soll der Patientenleitfaden aufklären, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, und Betroffene darin unterstützen, gemeinsam mit ihrem Arzt zu entscheiden.“

Die 36 Seiten umfassende Broschüre erläutert, was Bluthochdruck ist und wie man ihn erkennt. „Das Gefährliche ist, dass Betroffene den Bluthochdruck lange Zeit gar nicht spüren“, erklärt der Experte. „Unbemerkt hinterlässt er aber dauerhafte Schäden an vielen lebenswichtigen Organen.“ Mittels Blutdruckmessung könne man ihn aber zuverlässig ausschließen oder erkennen. Hier gibt der Patientenleitfaden wichtige Tipps zur richtigen Blutdruckselbstmessung. Zudem bietet er auch einen Test an, über den man online oder analog sein eigenes Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, einschätzen kann. Wer hier ein Risiko für sich feststellt oder bereits betroffen ist, der erfährt im Patientenleitfaden, welche Lebensstiländerungen seine Gesundheit positiv beeinflussen können. So wird unter anderem erläutert, welche körperlichen Aktivitäten für wen geeignet sind oder worauf es bei der Ernährung ankommt. „Mit am Wichtigsten für die Behandlung eines Bluthochdrucks ist die Umstellung der Lebensweise“, betont Professor Krämer, Direktor der V. Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Mannheim. „Dazu zählen regelmäßige Bewegung, die richtige Ernährung, ein normales Gewicht sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Trotzdem kann eine begleitende medikamentöse Therapie nötig sein.“ Auch hier informiert die Broschüre ausführlich über den derzeitigen Standard der Arzneimitteltherapie gemäß den wissenschaftlichen Leitlinien, beispielsweise über gängige Kombinationen von Antihypertensiva.

Alle Interessierten können den Patientenleitfaden kostenlos herunterladen unter . Die gedruckte Broschüre ist zum Preis von 5 Euro für Nicht-Mitglieder und für 2,50 Euro für Mitglieder erhältlich unter .

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Über die Deutsche Hochdruckliga DHL®- Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® bündelt die Expertise zur arteriellen Hypertonie in Deutschland. Gegründet 1974, engagiert sie sich seitdem für eine bessere Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck. Weltweit bleibt Bluthochdruck die größte Gefahr für die Gesundheit. Deshalb verfolgt die DHL® das Ziel „30-50-80“: Jeder Mensch ab 30 Jahren sollte seinen Blutdruck kennen. Ab 50 sollte der Blutdruck bei jedem kontrolliert und gut eingestellt sein. Menschen mit 80 sollten nicht an Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schlaganfall oder Herzinfarkt leiden.

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Pressekontakt für Rückfragen:
Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®
Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention
Stephanie Priester
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-605
Fax: 0711 8931-167

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