Neuer Ordinarius aus „Leipziger Schule für Herzmedizin“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete das Herzzentrum Leipzig den leitenden Oberarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, Prof. Dr. Holger Thiele. Er hat zum 1. Dezember 2013 als Ordinarius und Chefarzt der Medizinischen Klinik II / Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck seinen Dienst angetreten. Er ist damit der neunte Ordinarius (Direktor einer Universitätsklinik und Lehrstuhlinhaber) und insgesamt 29. Chefarzt, den das Herzzentrum Leipzig in den 19 Jahren seines Bestehens bisher hervorgebracht hat.
„Natürlich bedauern wird es sehr, dass wir einen äußerst kompetenten, wissenschaftlich sehr erfolgreichen, beliebten und langjährigen Mitarbeiter verlieren“, sagte Prof. Dr. Gerhard Schuler, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie zum Abschied. „Aber gleichzeitig freuen wir uns sehr für Professor Holger Thiele, der mit der Berufung nach Lübeck einen weiteren, sehr wichtigen Karriereschritt getan hat.“
Martin Jonas, Geschäftsführer des Herzzentrums Leipzig ergänzt: „Wir wünschen Professor Thiele viel Erfolg in Lübeck und hoffen, dass er gern an unser Haus zurückdenkt und weiterhin enge Kontakte pflegt.“ Das Herzzentrum sehe es als seine Aufgabe Top-Mediziner heranzubilden. Wer als Herzchirurg, Kardiologie oder Rhythmologe in seinem Lebenslauf das Herzzentrum Leipzig als Station stehen habe, verfüge damit in internationalen Fachkreisen über eine ausgezeichnete Referenz. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere ‚Leipziger Schule der Herzmedizin‘ so viele Chefärzte in die ganze Welt entlassen kann, auch wenn deren Weggang immer wieder Lücken hinterlassen“, so Jonas.
Professor Thiele selbst blickt mit großer Zufriedenheit auf seine Zeit am Leipziger Herzzentrum zurück. „Es waren sehr intensive, oft anstrengende, aber auch sehr erfolgreiche und spannende Jahre in Leipzig“, sagte der Arzt und Wissenschaftler, der in den vergangenen Jahren mit mehreren weltweit beachteten Forschungsergebnissen von sich reden machte. „Auch wenn ich mich sehr auf meine neue Aufgabe freue, fiel mir der Abschied nicht leicht. Ich bin aber ganz sicher, dass wir auch Zukunft sehr viel miteinander zu tun haben werden“, versicherte Thiele und spielte damit auf die gerade gestartete CULPRIT-SHOCK-Studie an, die er noch von Leipzig aus initiiert hat und die in mehr als 60 Zentren in ganz Europa durchgeführt wird.

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