Neuer Fachbereich Gesundheit an der TH Mittelhessen

Aktuell sind 325 Studenten im Bachelor- oder Masterstudiengang Medizinische Informatik eingeschrieben. Etwa die Hälfte davon ist weiblich. Die Studierenden können zwischen den Schwerpunkten Datenschutz und Datensicherheit in der Medizin, Medizintechnische Informatik sowie Telemedizin und eHealth wählen.

Ab 2016 wird der neue Fachbereich sein Angebot erweitern. Schwerpunkte im Bachelorstudiengang Medizinisches Management sollen unter anderem Sozialversicherungsmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Rettungsdienstmanagement sein. Pflege und Gesundheitsversorgung heißt ein weiterer geplanter Studiengang. Hier wird es Spezialisierungsmöglichkeiten in der Klinischen Pflege, der Primären Gesundheitsversorgung, der Klinischen Hygiene und dem Healthcare Nursing geben.

Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein bescheinigte der THM „ein unverwechselbares Profil. Der neue Fachbereich vereint die vielen Facetten des Gesundheitswesens. Die Studierenden beschäftigen sich mit Gesundheits- und Pflegepolitik, aber auch mit Patientenversorgung, Finanzierung und Management. Sie lernen, welches Wirtschafts- und Rechtswissen wichtig für ihren späteren Beruf ist.“ Mit Ausnahme der Medizin habe die Hochschule damit ein Angebot, das die gesamte Versorgungskette einschließt.

Kooperationspartner in Forschung und Lehre sind unter anderem die Justus-Liebig-Universität, die Philipps-Universität Marburg, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg sowie die Rhön-Klinikum AG. Der IT-Leiter des Konzerns, Prof. Dr. Kurt Marquardt, erwartet vom neuen Fachbereich „qualifiziertes Personal, das den medizinischen Gesamtprozess von der ersten Diagnose bis zur Gesundung betreut. Das sind Menschen, auf die der Markt wartet“, so der Gesundheitsmanager.

Weitere Grußworte während der Festveranstaltung sprachen Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, die den neuen Fachbereich „einen Gewinn für unsere Region“ nannte, und Dr. Edgar Pinkowski. Das Präsidiumsmitglied der Landesärztekammer Hessen wies angesichts der schwieriger werdenden ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auf die zukünftige Bedeutung der Telemedizin hin. Hier liegt einer der Schwerpunkte, denen sich der Fachbereich in der Forschung widmet.

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