Neuer Biomarker Gremlin-1 gibt Hinweise auf Prognose bei schweren Herzerkrankungen

Der neue Biomarker Gremlin-1 gibt wichtige Hinweise für die Prognose von Patienten mit schweren („strukturellen“) Herzerkrankungen wie koronarer Herzerkrankung mit akutem oder abgelaufenem Herzinfarkt oder Herzmuskelerkrankungen. Bei einer Untersuchung des Universitätsklinikum Tübingen konnte bei 74,5 Patienten mit struktureller Herzerkrankung Gremlin-1 nachgewiesen werden.

Eingeschlossen in die Studie waren 214 Patienten mit struktureller Herzerkrankung, die sich einer routinemäßigen Gewebeprobe des Herzmuskels unterzogen hatten. Während der Nachuntersuchungen nach durchschnittlich 11,4 Monaten erreichten knapp 30 Prozent der Patienten den definierten kombinierten Endpunkt (Tod, Herztransplantation, Rhythmusereignisse, Wiederaufnahme ins Spital aufgrund von Herzschwäche), davon waren 93,8 Prozent Gremlin-1-positiv.

Diese Ergebnisse wurden heute auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt. Vom 25. bis 29. August treffen Herzspezialisten aus aller Welt zum international größten Kongress in der Herzmedizin zusammen.

„Es zeigt sich, dass der Antikörper Gremlin-1 ein starker und unabhängiger Prädiktor für das klinische Outcome bei Patienten mit struktureller Herzerkrankung ist“, so Studien-Erstautorin Dr. Karin Müller. „Gremlin-1 ist an der Regulation von entzündlichen und fibrotischen Umbauvorgängen in verschiedenen Organen beteiligt, dies konnte unter anderem für die Lunge und die Niere gezeigt werden. Jedoch war die Bedeutung von Gremlin-1 in adulten Herzmuskelzellen bisher nicht bekannt.“

Quelle:
ESC Abstract P 5139: Müller et al., The bone morphogenic protein-antagonist Gremlin-1 serves as a new biomarker for structural heart disease and predicts clinical outcome.

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