Neue Therapie: Mit Elektrosonden und Kälteballons gegen Herzrhythmus-Störungen

Neue Therapiemethoden beruhen auf der Erkenntnis, dass bestimmte Herzrhythmus-Störungen durch die Überversorgung bestimmter Geweberegionen mit elektrischen Leitungskanälen verursacht werden. „In solchen Fällen werden über einen Katheter entweder eine Elektrosonde oder kleine Kälteballons an diese Orte gebracht und das Gewebe wird kleinsträumig verödet“, berichtet Prof. Dr. Andreas Schuchert, Tagungspräsident und Chefarzt der Medizinischen Klinik am Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, Schleswig-Holstein. „Dadurch normalisiert sich der Herzrhythmus.“

Rechtzeitig angewandt, kann mit dieser Methode auch der gefährliche Prozess des Remodellings verhindert werden. „Wenn Vorhofflimmern die ersten Male auftritt, beginnt sehr rasch ein Umbauprozess, das so genannte Remodelling, im Herzen, der das Syndrom chronifiziert. Es geht darum, die Symptome möglichst rasch nach ihrem Erstauftreten zu unterbinden“, so Prof. Schuchert.

Herzrhythmus-Störungen zählen heute zu den häufigsten Herzerkrankungen. Auch nicht unmittelbar lebensgefährliche Formen wie das Vorhofflimmern erhöhen das Risiko tödlicher Schlaganfälle und führen zu deutlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle in Nürnberg:
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Christiane Limberg (Pressereferentin der DGK): Tel.: 0911 / 8606 – 6940

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute rund 7500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
(idw, 10/2010)

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