Neue Pflegedienstdirektorin am halleschen Universitätsklinikum trat ihren Dienst an

Die Diplom-Pflegewirtin Susann Krasemann ist die neue Pflegedienstdirektorin des Universitätsklinikums Halle (Saale). Sie ist damit die Vorgesetzte von mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegedienstes und trägt als Mitglied im Klinikumsvorstand Mitverantwortung für das gesamte Universitätsklinikum. Sie löst in Halle die langjährige Pflegedienstdirektorin Ingrid Horn ab, die nach Erreichen des 65. Lebensjahres in den Ruhestand gegangen ist. Susann Krasemann wurde vom Aufsichtsrat des Universitätsklinikums für die kommenden sechs Jahre als Pflegedienstdirektorin ernannt. "Ich freue mich darauf, Verantwortung für den Pflegedienst, aber auch für das gesamte Universitätsklinikum tragen zu können."

Die 45-Jährige ist Diplom-Pflegewirtin (FH) und hatte an der Fachhochschule Münster einen Lehrauftrag für Personalplanung im Fachbereich Pflege und Gesundheit. Sie war in den vergangenen beiden Jahren als Klinikpflegedienstleitung (Angiologie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Augenklinik, Dermatologie, Urologie) am Universitätsklinikum Essen tätig. Zuvor setzte die gelernte Krankenschwester dort ein Projekt zur Entwicklung und Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle im Pflegedienst um.

Susann Krasemann lernte im Krankenhaus Hubertusburg (Wermsdorf, Sachsen) Krankenschwester und übernahm 1995 dort eine Abteilungspflegedienstleitung. Zwischen 1998 und 2001 übte sie diese Funktion in einer Klinik in Oschatz aus. Die Mutter zweier Kinder entschied sich dann, ihre berufliche Entwicklung und Qualifizierung durch ein Pflegemanagement-Studium zu forcieren. Dieses absolvierte sie zwischen 2001 und 2005. Auch mit dem Ziel, "einmal den Pflegedienst in einem großen Krankenhaus zu leiten", sagt die Pflegdienstdirektorin. Als diese Position in Halle durch das altersbedingte Ausscheiden von Ingrid Horn ausgeschrieben worden war, packte sie die Gelegenheit beim Schopfe.

Sie werde den in Halle von ihrer Vorgängerin eingeschlagenen Weg weitergehen und weiterentwickeln: "Die Professionalisierung und Akademisierung der Pflegeberufe schreitet in den kommenden Jahren immer intensiver voran", ist sich Susann Krasemann sicher. In Halle finden sich dabei mit der Kooperation mit dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften beste Voraussetzungen, die beispielgebend für Deutschland seien. "Die Pflege muss sich weiterentwickeln." Eine Form sei die noch stärkere Differenzierung der Berufsbilder in der Pflege, aber auch die Akademisierung der Pflege: "Auch in der Pflege werden künftig immer mehr studierte Mitarbeiter zu finden sein."

Eine ihrer Aufgaben am Universitätsklinikum Halle (Saale) sieht die Pflegedienstdirektorin in der Förderung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen. Besonders die Pflegenden und die Ärzte müssten in der Arbeitsablauforganisation intensiver zusammenrücken.

Eines ist ihr ganz besonders wichtig: "Die Pflege darf nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, sondern als ein wichtiger Leistungserbringer, um die Patienten bestmöglich zu behandeln und zu versorgen."
(idw, 03/2010)

Scroll to Top