Neue Partnerschaft für die Entwicklung therapeutischer Impfstoffe gegen chronisch

Die Forscher werden im Rahmen dieser Allianz neue Antiköperkonstrukte bestimmen und entwickeln, die auf spezifische dendritische Zellpopulationen [2] abzielen, um so die Immunantwort anzuregen. Die Wissenschaftler werden sich bei ihrer Arbeit auf eine innovative technologische Plattform stützen, die von Forschungseinheiten des Baylor Institute for Immunology Research (BIIR) [3], dem Inserm und dem ANRS entwickelt wurde. Diese Plattform ermöglicht die Schaffung neuer Fusionsproteine, die aus einem auf dendritische Zellpopulationen abzielenden Antikörper, Virusantigenen und einer Bindungssequenz bestehen. Eine Kooperation zwischen dem ANRS und dem BIIR hat bereits zur Entwicklung von vielversprechenden therapeutischen und verbeugenden Impfstoffkandidaten gegen Hepatitis C, AIDS und Tuberkulose geführt.

Die Partner bringen ihre jeweiligen Kompetenzen in die neue Kooperation ein: das BRI ist Experte auf dem Gebiet des Targeting von dendritischen Zellen und der Biochemie von Fusionsproteinen; das ANRS verfügt über langjährige Erfahrungen bei der Impfstoffentwicklung und der Durchführung von therapeutischen und prophylaktischen klinischen Studien; Roche verfügt seinerseits über umfassende Kompetenzen im Bereich Bioengineering und ein angesehenes Herstellungs-Know-How bei der Entwicklung von Bioprodukten. Das Roche-Institut für Forschung und translationale Medizin (IRRMT) in Boulogne-Billancourt (Ile-de-France) wird insbesondere am klinischen Teil des Programms – in enger Zusammenarbeit mit dem ANRS – arbeiten. Inserm-Transfert bringt sein Wissen im Allianzmanagement und bei der Verwaltung von geistigem Eigentum ein. Das Projekt wird von einem gemischten Vorstand aus Mitgliedern jeder Institution beaufsichtigt.

„Durch dieses Abkommen wird zudem die Gründung des Instituts für Impfstoffforschung (Vaccine Research Institute – VIR) bestätigt“ sagte Professor Yves Levy, Wissenschaftsdirektor des Forschungsprogramms für AIDS-Impfstoffe des ANRS und Direktor des VIR. Dieses Institut wurde 2011 von der französischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem ANRS/INSERM und der Paris Est Creteil Universität (UPEC) gegründet. Im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen („Labex“) wurden 20°Millionen Euro für das Projekt bewilligt, um die Verbindung zwischen der Grundlagenforschung, den Patientenverbänden und der sozioökonomischen Welt zu stärken, mit dem Ziel, die Entwicklung wirksamer Impfstoffe gegen HIV/AIDS und das Hepatitis-C-Virus zu beschleunigen. Das VRI wird am Henri-Mondor Krankenhaus in Créteil (Ile-de-France) angesiedelt.

[1] Inserm Transfer ist verantwortlich für den Kenntnis- und Technologietransfer des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (Inserm).
[2] Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems, die sich je nach Typ aus Monozyten bzw. Vorläufern der T-Zellen entwickeln. Ihre Funktion ist die Antigenpräsentation vorher als fremdartig erkannter und intrazellulär aufgenommener Strukturen wie z. B. Mikroorganismen und deren Bestandteile. Sie wirken auf T-Zellen und verstärken so die spezifische zelluläre Immunabwehr.
[3] Das BIIR ist Teil des Baylor Health Care System Forschungszentrums des BRI in Dallas (USA).

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von Roche, dem ANRS und Inserm Transfert – 03.04.2012 – http://www.anrs.fr/content/download/4059/21619/file/CP_ROCHE_ANRS_INSERM_TRANSFERT.pdf

Redakteurin: Claire Cécillon, claire.cecillon@diplomatie.gouv.fr

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