Neue Helmholtz-Institute für die Gesundheitsforschung

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir im Gesundheitsbereich den Weg für zwei weitere vielversprechende Helmholtz-Institute ebnen konnten“, sagt Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Wir werden damit unsere außerordentliche wissenschaftliche Expertise in Bereichen ausbauen, die das Leben vieler Menschen betreffen.“ Die Gründung eines Helmholtz-Instituts schaffe die Grundlage für eine dauerhafte enge Zusammenarbeit eines Helmholtz-Zentrums und einer Universität auf einem spezifischen Forschungsfeld, das für beide Institutionen besonderes Gewicht habe.

Beide Einrichtungen werden – wie die anderen bislang neun Helmholtz-Institute – auf dem Gelände der Universitäten angesiedelt sein. Nach der Aufbauphase erhalten sie durch die Helmholtz-Gemeinschaft eine jährliche Förderung von 5,5 Millionen Euro. Die beteiligten Länder Sachsen und Rheinland-Pfalz stellen insbesondere zur Anschubfinanzierung zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Mit dem Helmholtz-Institut HI-TRON entsteht bereits die zweite enge Kooperation der Helmholtz-Gemeinschaft mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Bereits im Jahr 2009 wurde das HIM gegründet, um die Zusammenarbeit mit dem GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung zu stärken. Ziel von HI-TRON wird es nun sein, individualisierte Immuntherapien gegen Krebserkrankungen zu erforschen. Dabei sollen auch modernste Verfahren zur Erbgutanalyse ihre besonderen Stärken ausspielen.
Krankhaftes Übergewicht betrifft zahlreiche Menschen in Deutschland. Durch seine Folgeerkrankungen ist es eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Um die Entwicklung neuer Therapien in diesem Bereich voranzubringen, zielt die Forschung des HI-MAG in drei Richtungen: Zum einen soll die Biologie des Fettgewebes besser verstanden werden. Das zweite große Thema wird die interdisziplinäre Stoffwechselforschung sein. Das dritte Forschungsfeld befasst sich mit den Gefäßen, die oft in Folge von Übergewicht verengt sind.

„Unsere Erfahrungen mit den bisherigen Helmholtz-Instituten zeigen, dass sie sich stets zu international renommierten Zentren auf ihrem jeweiligen wissenschaftlichen Gebiet entwickelt haben“, sagt Otmar D. Wiestler weiter. „Das macht sie für Spitzenforscher aus aller Welt interessant.“ Erst Ende vergangenen Jahres konnten zwei neue Helmholtz-Institute gegründet werden. Sie entstehen in Würzburg und Oldenburg:

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit rund 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von vier Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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