Neue Entwicklungen zur Meningokokken-Impfung: Aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse

Zum empfohlenen Impfschutz für die verschiedenen Meningokokkenarten gibt es Fortschritte, die bei der 68. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) e. V. vom 11. bis 14. September 2016 in Ulm vorgetragen werden.

„Die Entwicklung von Impfstoffen, die gegen Meningokokken der sogenannten Serogruppe B gerichtet sind, stellte über lange Zeit eine kaum lösbare Herausforderung dar, ist aber nach intensiver Forschungsarbeit zwei Firmen geglückt, deren Impfstoffe mittlerweile in verschiedenen Ländern zugelassen sind“, so Prof. Dr. Ulrich Vogel vom Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken, Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. „Die Entwicklung dieser auf Eiweißen beruhenden Impfstoffe, ihre Vorteile und Grenzen sind ein Themenschwerpunkt der DGHM-Tagung.“

Prof. Vogel weist darauf hin, dass seit dem Herbst 2015 einer der Impfstoffe in England, einem Land mit einer verhältnismäßig hohen Fallzahl, flächendeckend zur Grundimmunisierung von Kleinkindern eingesetzt wird und die ersten Ergebnisse dieser Impfkampagne mit großer Spannung erwartet werden. In Deutschland, einem Land mit niedriger Fallzahl, beschränke sich die Empfehlung des Serogruppe B Impfstoffes derzeit auf Patienten mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko einer Meningokokkeninfektion. „Die Italienerin Dr. Mariagrazia Pizza ist eine der Pioniere, die maßgeblich an der Impfstoffentwicklung beteiligt waren“, betont Prof. Vogel. Sie wird in Ulm über die aktuellen Forschungsergebnisse berichten.

Bei der DGHM-Tagung diskutieren führende nationale und internationale Wissenschaftler und Ärzte vier Tage lang neue Erkenntnisse aus allen Bereichen der Mikrobiologie, Hygiene und Infektions-krankheiten. Das vielfältige wissenschaftliche Programm umfasst aktuelle Forschungsergebnisse zur Verhütung, Erkennung und Therapie von Infektionserkrankungen. Wichtige Tagungsthemen sind unter anderem neue Strategien zur Verhinderung der Ausbreitung multiresistenter Erreger in Krankenhäusern, Entwicklungen in der Antibiotikatherapie sowie der Krankenhaushygiene wie z. B. multiresistente gramnegative Pathogene, der Bereich Lebensmittelmikrobiologie, die Epidemiologie von Durchfallerkrankungen sowie neu-auftretende Infektionserkrankungen.

Alle Informationen zur 68. Jahrestagung der DGHM sind auf der Kongress-Homepage zu finden.

Journalisten sind herzlich zum Kongress in der Ulm-Messe (Donauhalle) eingeladen, sich über die aktuellen Themen zu informieren und zu berichten. Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner!

Akkreditierungen bitte direkt über den Pressekontakt.

Pressekontakt:
Kerstin Aldenhoff
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Tel. +49 172 3516916
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