Neue Ansätze in der Krebstherapie

Trotz jahrzehntelanger internationaler Forschung und vieler Präventionsprogramme machen Krebserkrankungen immer noch ungefähr ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland aus. Die Forschung konzentriert sich daher seit vielen Jahren auf neue molekulare Methoden zur rechtzeitigen Früherkennung sowie auf integrierte und personalisierte Therapieverfahren, die effektiver und mit weniger Nebenwirkungen verbunden sind.
Am Donnerstag, 9. Juli 2015, ist der Leiter des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg, Prof. Dr. Christof von Kalle, auf Einladung der Fakultät für Naturwissenschaft der BTU Cottbus Senftenberg auf dem Campus Senftenberg. Er spricht ab 16:15 Uhr im Konrad Zuse Zentrum zum Thema „Translationale Onkologie – Grundlagenwissenschaft in der Praxis“. Gäste sind zum Vortrag herzlich willkommen!

Zum Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist das führende klinische Zentrum für Onkologie in Deutschland. Das NCT ist an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) angegliedert, eines der weltweit führenden Zentren für Krebsforschung. Im Jahr 2008 erhielt der langjährige wissenschaftliche Leiter des DKFZ, Harald zur Hausen, den Nobelpreis für Medizin für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Erforschung der Rolle von Papillomviren bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Für Krebspatienten ist es wichtig, jederzeit die bestmögliche Therapie für ihre Erkrankung zu erhalten. Das NCT in Heidelberg konzentriert sich darauf, die neuesten Ergebnisse der internationalen Krebsforschung so schnell wie möglich in die Therapie von Krebspatienten einfließen zu lassen. Dies wird als translationale Onkologie bezeichnet. Ebenso sollen vielversprechende Neuentwicklungen der pharmazeutischen Industrie erprobt werden. Das Ziel aller dieser Ansätze am NCT ist, eine individualisierte Krebsmedizin mit zielgerichteten Therapien für jeden einzelnen Patienten zu ermöglichen.

Zur Person Prof. Dr. Christof von Kalle
Prof. Christof von Kalle studierte Medizin an der Universität zu Köln. Er war als Forscher im Gebiet Stammzellbiologie sowie Gentherapie am DKFZ Heidelberg, an der Universität Freiburg sowie viele Jahre auch am Cincinnati Children’s Hospital Medical Center in den USA tätig. Seit 2005 ist Christof von Kalle Direktor der Abteilung Translationale Onkologie am NCT und am DKFZ sowie der Leiter des NCT Heidelberg.

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