Neu im Netz: Zur Kommentierung freigegeben: S3-Leitlinie und NVL Unipolare Depression

Depressive Störungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Beratungsanlässen und Erkrankungen in der Versorgung. In den vergangenen Jahren hat die Erforschung der Behandlungsmöglichkeiten deutliche Fortschritte gemacht, dennoch bestehen in allen Bereichen der Versorgung von Patienten Optimierungspotenziale. Hier setzt die „S3-Leitlinie und Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression“ an: Ihr Ziel ist es, die Erkennung, Diagnostik und Behandlung von Depressionen in Deutschland zu verbessern und die Versorgung von Menschen mit unipolarer Depression zu optimieren.

Ab sofort steht die „S3-Leitlinie und NVL Unipolare Depression“ zur öffentlichen Konsultation bereit. Fachkreise und Interessierte sind eingeladen, ihre Kommentare bis einschließlich 31.08.2015 abzugeben. Diese können nur dann bearbeitet werden, wenn sie mit dem Kommentierungsbogen per E-Mail an nvl@azq.de gesendet werden.

Die eingegangenen Kommentare werden nach Ablauf der Konsultationsphase an den NVL Expertenkreis weitergeleitet. Diese Autorengruppe entscheidet dann nach sorgfältiger Prüfung über deren Berücksichtigung. Voraussichtlich im Herbst wird die „S3-Leitlinie und NVL Unipolare Depression“ anschließen der Fachwelt und Öffentlichkeit vorgestellt.

Die „S3-Leitlinie und NVL Unipolare Depression“ wird von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) initiiert und koordiniert. Sie wird gemeinsam von den beteiligten Organisationen inklusive Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und der DGPPN herausgegeben.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.

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