Neu ab dem Wintersemester: innovative Studienrichtung Biomechanik an der TU Clausthal

Die Menschen hierzulande werden immer älter und arbeiten aufgrund des demografischen Wandels immer länger. Dadurch verändert sich die Ergonomie ihrer Arbeitsplätze, sie benötigen im Alltag Hilfsmittel (Assistenzsysteme), und der technische Fortschritt in der Medizin eröffnet der Physiotherapie neue Möglichkeiten in der Prävention und Rehabilitation. Moderne Studiengänge mit dem Schwerpunkt „Biomechanik“ bilden Fachkräfte aus, die diesen neuen Möglichkeiten gerecht werden. Auch die wachsende Sport- und Fitnessindustrie bietet künftigen Absolventinnen und Absolventen der neuen Clausthaler Studienrichtung vielversprechende Beschäftigungsfelder.

„Es ist ein wichtiges und spannendes Thema. Die Anatomie zeigt uns, wie die Dinge sind, die Biomechanik zeigt, wie sie funktionieren“, sagt Dr. med. Thomas Peterson, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie der Asklepios Harzkliniken GmbH in Goslar, der sich in die neue Studienrichtung als Dozent einbringt. „Dieses Wissen um die Funktion des Organismus ist die Voraussetzung für die Entwicklung intelligenter Fitness- und Reha-Programme, wirksamer Hilfsmittel und technischer Assist-Systeme.“

„Es gibt schon Interessenten für die neue Studienrichtung“, sagt Professor Armin Lohrengel, Studienfachberater für Maschinenbau an der TU Clausthal. „Biomechanik“ wird neben „Allgemeiner Maschinenbau“ und „Mechatronik“ als dritte Studienrichtung innerhalb des sechssemestrigen Maschinenbau-Studiengangs hinzukommen. Für die neue Studienrichtung gibt es an der Harzer Universität beste Voraussetzungen. Zum einen schneidet die TU Clausthal beim renommierten CHE-Hochschulranking im Fach Maschinenbau seit Jahren hervorragend ab, zum anderen besteht eine große Affinität zu Sport und Bewegung.

So kommt Arnd Peiffer, Biathlon-Olympiasieger 2018 in Pyeongchang, aus Clausthal-Zellerfeld und hat an der Technischen Universität studiert. Und Thierry Langer, im Ski-Langlauf Olympiateilnehmer in Südkorea, studiert aktuell den Masterstudiengang Chemie im Oberharz. Das Sportinstitut der TU bietet mehr als 70 Sportarten an, zudem werden seit Jahren Vorlesungen in Sporttheorie gehalten.

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