Netzwerk gegen Grippe

Rund zwei Drittel aller bekannten Erreger, die beim Menschen Krankheiten auslösen, können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Bekannte Beispiele solcher Zoonosen sind die Vogel- und Schweinegrippe. „Die schnelle Veränderlichkeit der Influenzaviren ist für Medizin und Forschung gleichermaßen eine große Herausforderung“, sagt Professor Klaus Schughart, Leiter der Abteilung „Infektionsgenetik“ am HZI und Influenzaforscher im FluResearchNet.

In dem Symposium beschäftigen sich die Wissenschaftler mit Fragen rund um die molekularen Mechanismen, die die Viren nutzen, um uns zu infizieren: Wie passt sich das Virus an den Menschen an? Wie reagiert das Immunsystem? Warum bekommen manche Menschen jedes Jahr eine Grippe, andere nie? Welche neuen Therapien und Strategien zur Behandlung gibt es?

Das FluResearchNet ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Forschungsverbund, der 2007 gegründet wurde. Ziel des Verbunds ist es, die molekularen Mechanismen zu verstehen, die das Grippevirus Influenza A zu einem Krankheitserreger machen. Im FluResearchNet arbeiten dazu Human- und Veterinärmediziner sowie Infektionsbiologen eng miteinander zusammen. An zwölf Standorten werden 17 Teilprojekte der Influenzaforschung bearbeitet. Einer der zentralen Schwerpunkte sind hierbei antivirale Strategien. Gleichzeitig setzt das Netzwerk darauf, durch die Verbindung von Grundlagen- und klinischer Forschung Erkenntnisse aus dem Labor schneller für den Patienten verfügbar zu machen. Das FluResearchNet arbeitet eng mit der Nationalen Forschungplattform für Zoonosen zusammen. Koordinator des FluResearchNets ist Professor Stephan Ludwig vom Institut für Molekulare Virologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Weitere Informationen finden Sie unter . Ein Programm mit den Sprechern finden Sie unter dem Kurzlink .

Hinweis für die Medien:
Falls Sie mit einem der Grippeexperten ein Interview führen möchten, wenden Sie sich unter presse@helmholtz-hzi.de oder telefonisch unter 0531 6181-1401 an die Pressestelle des HZI.

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