Nervöse Zustände – wenn es Körper & Geist an Ruhe fehlt

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Nervosität, Schlafstörungen, Herzstiche, Unbehaglichkeit und Kopfschmerzen: Innere Unruhe betrifft bis zu 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben. Frauen scheinen für nervöse Zustände besonders anfällig zu sein. Dasselbe gilt für blauäugige Menschen, von denen Studien zufolge bis zu 20 Prozent für nervale Schwächen prädestiniert sind. Aus medizinischer Sicht definieren sich innere Unruhezustände durch ungewöhnlich starke Anspannung. In den meisten Fällen plagt die Betroffenen ein Gefühl der Überforderung oder Versagensangst. Kurz vor Prüfungssituationen oder inmitten von Herausforderungen sind zeitweilige Zustände innerer Unruhe eine natürliche Körperreaktion. Dass die Anspannung aus unerklärlichen Gründen länger anhält und neben mentalen Symptomen wie Abgeschlagenheit auch körperliche Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen hervorruft, kommt gerade in der hektischen und leistungsorientierten Zeit des 21. Jahrhunderts immer häufiger vor. Die fehlende Ruhe von Körper und Geist begünstigt Experten zufolge Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout und kann einem ernstzunehmenden Aufruf zur Entspannung entsprechen.

Vegetative Dystonie hat ihre Ursache im vegetativen Nervensystem

Das vegetative Nervensystem entspricht einer autonom arbeitenden Instanz, die automatische, willkürlich unbeeinflussbare Körperprozesse steuert. Neben dem Herzschlag und der Atmung reguliert das autonome Nervensystem die Verdauung und den allgemeinen Stoffwechsel. Die automatische Steuerinstanz baut auf sympathischem und dazu antagonistisch dazu parasympathischem sowie enterischem Nervensystem auf. Die Hauptsteuermethode des vegetativen Nervensystems besteht aus hormonellen Schalt- und Steuerkreisen. Dass Zustände der inneren Unruhe ab einem gewissen Zeitpunkt in körperliche Symptome wie

  • Herzrhythmusstörungen
  • Kurzatmigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • schnelle Ermüdbarkeit
  • Muskelflattern
  • Schweißausbrüche
  • Zittern

sowie ähnliche Beschwerden münden, liegt an ihrem vegetativen Ursprung. Mit dem Begriff der vegetativen Dystonie bezieht sich der Mediziner auf eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems. Obwohl einige Wissenschaftler die Existenz des Leidens anzweifeln, gehen andere von dem Warncharakter vegetativer Dystonien aus. Grundsätzlich ist das sympathische Nervensystem aus evolutionsbiologischer Sicht dafür zuständig, Herzschlag und Atmung zu beschleunigen und den Körper in einen erhöhten Spannungszustand für Hochleistungsreaktionen wie Kampf und Flucht zu versetzen. Der Parasympathikus kümmert sich wiederum um Entspannungs- und Regenerationsprozesse. Ist das Zusammenspiel der beiden Pole gestört, so kommt es zur vegetativen Dystonie. Störungen des Zusammenspiels wurzeln oft in psychischen oder sozialen Belastungssituationen, können allerdings auch die Folge hormoneller Fehlregulierungen oder anderer Körperleiden sein. Das vermehrte Auftreten im 21. Jahrhundert ist durch die andauernde Hektik des Leistungszeitalters erklärbar. Der Geist erlaubt dem Körper im Leistungsjahrhundert kaum noch Entspannung. Höchstleistungen durch symathische Tonuserhöhungen sind durchgehend gefordert.

Behandlung innerer Unruhe beugt Folgeerkrankungen vor

Obwohl viele Menschen Zustände der inneren Unruhe nicht als ernstzunehmende Krankheitssymptome einordnen, können vegetative Dystonien zahlreiche Erkrankungen begünstigen, wenn sie über längere Zeiträume bestehen. Andauernde Druckbelastungen des Herzkreislaufsystems können auf lange Sicht beispielsweise Herzerkrankungen begünstigen. Darüber hinaus hat sich Stress, wie er sich oft in nervösen Zuständen äußert, im Rahmen zahlreicher Studien zumindest als einer von mehreren Ursachenfaktoren für Volkskrankheiten wie Schlaganfälle, Burnout oder Nervenerkrankungen herausgestellt. Um Körper und Geist bei Warnsignalen der inneren Nervosität Erholung zu ermöglichen, setzen ursächliche Behandlungsansätze auf Ebene des vegetativen Nervensystems an. Während schulmedizinische Medikamente oft mit einer Mehrbelastung des Organismus verbunden sind, handelt es sich bei alternativmedizinisch pflanzlichen Medikamenten mit beruhigender Wirkung auf das sympathische Nervensystem um einen eher schonenden Ansatz zur Ursachenbehandlung. Beruhigende Effekte zeigt laut baldrian.net beispielsweise das Heilkraut Baldrian, dessen entspannende Wirkung auf ätherischen Öle und Wirkstoffe wie Bornylacetat, Valeranon, Bornylisovalerat, Valerenal oder Valerensäure sowie Beta-Caryophyllen zurückzuführen ist. Durch Wechselwirkungen mit den GABA-Rezeptoren der Nervenzellen wirkt die Heilpflanze nervösen Verstimmungen entgegen. Auch die beruhigenden Wirkungen von Johanniskraut sind seit Jahrhunderten bekannt. Johanniskraut-Wirkung.de spricht bei dem Heilkraut von einer Heilpflanze, deren Wirkstoffe neben roten und gelben Farbstoffen wie Flavonen und Flavonolderivaten sekundäre Pflanzenstoffe wie Xanthonen sowie Gerbstoffe einhalten. Wie Baldrian enthält das Kraut außerdem ätherisches Öl, das gegen Muskelverspannungen und Schlafstörungen helfen kann. Neben Heilpflanzen können Umstellungen des Lebensstils nervösen Zuständen entgegenwirken und so bei der Vorbeugung ernstzunehmender Folgeerkrankungen behilflich sein.

 

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