Knochennekrose: Wenn sich Knochensubstanz reduziert – extrakorporale Stoßwellentherapie als alternative Therapie einer Osteonekrose

Knochennekrose – Der menschliche Knochenaufbau ist äußerst stabil und belastbar. Unser Oberschenkelknochen, unser größter und kräftigster Knochen, hält einen Druck oder Zug von 1,5 Tonnen aus. Dabei macht das Skelett mit etwa 10 kg nur 12 Prozent unseres Gesamtgewichtes aus.

Veränderungen in der Knorpel- und Knochensubstanz treten nicht nur durch degenerative Prozesse im Alter auf. Sie kann sich ebenfalls infolge eines Nährstoff- und Sauerstoffmangels zurückbilden und spontan am Gelenk einen Defekt herausbilden. Die Knochennekrose, auch Osteonekrose genannt, entsteht durch eine Unterversorgung der Knochen mit Blut. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie können in angeborenen oder durch einseitige Belastung erworbenen Fehlstellungen liegen oder sind die Folgen von Verletzungen bei einem Unfall. Auch Übergewicht, Diabetes und übermäßiger Alkoholkonsum können in kausalem Zusam-menhang mit dem Rückgang von Knochensubstanz stehen.

Betroffene leiden unter starken Schmerzen und sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt. Aktivitäten können nicht wie gewohnt oder nur unter Schmerzen ausgeführt werden. Eine Möglichkeit, die gewohnte Lebensqualität wieder herzustellen, liegt im Einsatz eines künstlichen Gelenkes.

Als alternative Behandlungsmöglichkeit einer Knorpel- oder Knochennekrose steht die extrakorporale Stoßwellentherapie zur Verfügung. Je nach Stadium der Erkrankung kommt die radiale Niedrigenergie-Stoßwellentherapie oder die fokussierte Hochenergie-Stoßwellentherapie zum Einsatz. Beide Behandlungen erfolgen ambulant durch einen Facharzt für Orthopädie unter Lokalanästhesie. Die Stoßwellentherapie fördert den Selbstheilungsprozess des Organismus und regt die Zellbildung und damit die Regeneration von Knochensubstanz an. Meist sind mehrere Sitzungen notwendig.

Die Stoßwellentherapie hat sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen medizinischen Disziplinen bewährt und liegt mit einer Erfolgsquote von 60 bis 70 Prozent sehr hoch. Bei der Stoßwellentherapie werden mechanische Wellen, ähnlich dem Ultraschall, nur mit hoher Frequenz und Energiedichte, auf die betroffene Region appliziert. (PA 04/10)

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