Natur, Erzeuger und Genießer profitieren

(djd). Kakao ist eines der beliebtesten Genussmittel in Deutschland. Viele Menschen möchten ihn – besonders in Form von Schokolade – in erstklassiger Qualität genießen. Immer mehr Kenner legen inzwischen aber auch großen Wert darauf, dass der Kakao aus nachhaltiger Landwirtschaft stammt. Im März 2011 wurde deshalb von der internationalen Umweltschutzorganisation „Rainforest Alliance“ in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Global Environment Facility (GEF) das Entwicklungsprojekt „Greening the Cocoa Industry“ begründet. Dieses Projekt macht sich stark für die nachhaltige Kakaoproduktion. Ziel ist es, den Kakao nach dem „SAN-Standard für Nachhaltige Landwirtschaft“ anzubauen. Farmer dürfen dann das Siegel „Rainforest Alliance Certified“ führen.

Anteil nachhaltiger Anbauflächen wuchs um rund ein Drittel

Ende 2013 kamen bereits mehr als 570.000 Tonnen Kakao von „Rainforest Alliance“-zertifizierten Farmen. Diese Menge entspricht einer Steigerung von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 406.000 Tonnen und übertrifft die Pläne der Organisation deutlich. Der Anteil der nachhaltig bewirtschafteten Anbauflächen wuchs um rund ein Drittel auf annähernd 838.000 Hektar. Mehr Informationen dazu gibt es auf http://www.thefrogblog.de. Eine Schlüsselrolle nimmt bei diesem Projekt der Erhalt der Artenvielfalt ein: der Schutz wildlebender Tiere, die Wiederaufforstung oder Pflanzung heimischer Baum- und Pflanzenarten oder die Reinhaltung der Gewässer.

Im Einklang mit der Natur

Die „Rainforest Alliance“ setzt in diesem Zusammenhang auch Projekte in der Nachbarschaft des Taï National Park an der Elfenbeinküste um. Dieses Schutzgebiet ist eines der letzten Gebiete mit intaktem tropischem Regenwald in Westafrika. Zu den Besonderheiten der Tierwelt dort gehören bedrohte Arten wie Schimpansen und Waldelefanten.

Im Einklang mit der Natur konnte im Jahr 2013 auch der durchschnittliche Hektarertrag auf 680 Kilogramm wachsen (Vorjahr: 614 Kilogramm). Dieser Wert liegt deutlich über den als weltweitem Durchschnitt angesehenen 450 Kilogramm pro Hektar. So profitieren Natur und Erzeuger von dem Projekt: Denn bereits Ende 2013 wirtschafteten 260.000 Bauern nachhaltig. Das sind 10.000 mehr als für Ende 2016 geplant waren.

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