Nahrungsergänzungsmittel im Überblick

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten, Pillen oder Pulvern gehören längst zum Alltag dazu. Dennoch gibt es dabei einige Präparate, die nicht die Effekte bringen, die gemeinhin versprochen werden. Ein Überblick über Nahrungsergänzungsmittel schafft Klarheit, welche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wirklich wirksam sind und das Wohlbefinden fördern.

Gesunde Ernährung vs. Nahrungsergänzungsmittel

Inzwischen sind Nahrungsergänzungsmittel fester Bestandteil vieler Menschen. Auch wenn diese den Vitamin- und Nährstoffhaushalt teilweise verbessern können, ist eine ausgewogene Ernährung für ein gesundes Leben unerlässlich. Die verkauften Nahrungsergänzungsmittel werden hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit nicht geprüft und bedürfen keiner Zulassung, wie es beispielsweise bei Arzneimitteln der Fall ist. Daher sollte man sich zunächst einen Überblick verschaffen und sich mit den Wirkungsweisen der einzelnen Supplemente beschäftigen.

Nahrungsergänzungsmittel ohne positive Wirkung

Nach zahlreichen Studien und Beobachtungen, gibt es mehrere Nahrungsergänzungsmittel, die entgegen des Versprechens keine förderliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System oder andere Bereiche des Körpers haben. Im Überblick:

  • Vitamin B3: Niacin ist natürlich in tierischen Produkten wie Rindfleisch, Lachs oder Hering vorhanden. Studien zeigten jedoch, dass die Einnahme keine positive Wirkung auf Herz und Hirn hat und stattdessen bei langfristiger Anwendung zum Beispiel zu Schäden der Leber führte.
  • Multivitamin-Präparate: Alles was Multivitamin-Tabletten oder -Kapseln bewirken sollen, kann durch eine gute Ernährung auf natürliche Weise geliefert werden.
  • Vitamin A, C und E: Die Zellschutzvitamine können in zu hoher Dosierung schädlich sein. Statt Ergänzungsmitteln reicht hier ebenso eine natürliche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ölen aus.

Sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel 

Neben den Mitteln, die eher überflüssig sind, als dass sie zum Wohlbefinden beitragen, gibt es auch einige Stoffe, die eine Daseinsberechtigung haben und wirklich für eine Verbesserung der Vitalkräfte sorgen können. Dazu gehören:

  • Vitamin B12: Ist insbesondere für Personen, die sich vegan ernähren als Nahrungsergänzungsmittel wichtig, da diesen das Vitamin in der tierfreien Ernährung fehlt. Es ist für die Blutbildung und Zellteilung zuständig sowie für die Funktion des Nervensystems und damit ein wichtiger Baustein für einen gesunden, funktionierenden Körper.
  • Vitamin D: Das sogenannte Sonnenvitamin ist wichtig für die Knochen, jedoch nur wenig in Lebensmitteln zu finden. Es fördert die Einlagerung von Kalzium und ist daher insbesondere in den Wintermonaten, in denen man wenig Sonne abbekommt, gut als Nahrungsergänzungsmittel geeignet.
  • Folsäure: Wird auch als Babyvitamin bezeichnet. Denn gerade schwangere Frauen, oder die die es werden möchten, benötigen Folat für das Ungeborene. Folsäure ist außerdem in grünem Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten, welches aber durch die normale Ernährung nicht ausreichend konsumiert wird.

Auch Omega-3-Fettsäuren, Vitamin K und Magnesium können sich positiv auf die Vitalwerte auswirken und unter anderem Fettverbrennung, Blutfettwerte und die Knochengesundheit verbessern.

Vorsicht bei Überdosierung: Schäden und Nebenwirkungen

Um eine Überdosierung der Präparate zu vermeiden, sollte bereits beim Kauf auf die Dosierungsanweisung geachtet werden. Gerade wer über längere Zeit falsch dosiert und zu viel eines Vitamins zu sich nimmt, muss im schlimmsten Fall mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Je nach Vitamin, Mineralstoff oder Spurenelement können Überdosierungen unterschiedliche Folgen haben. Zu einigen davon zählen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Nierenschäden
  • Kalkablagerungen in Gefäßen
  • Erhöhtes Risiko für Diabetes
  • Erhöhtes Risiko für Prostatakrebs

Wurde kurzfristig zu viel eines Wirkstoffs eingenommen, so reagiert der Körper meist durch Reaktionen wie Fieber, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Durchfall oder Kopfschmerzen. Diese klassischen Vergiftungssymptome zeigen, dass der Körper mit der Abwehr und Ausscheidung der überschüssigen Stoffe beschäftigt ist und versucht, diese loszuwerden.

Verfügbarkeit und Kosten 

Inzwischen sind die Supplemente in Drogerien, Lebensmittelmärkten, Reformhäusern oder auch über Online-Shops frei erhältlich. Gerade wer gleich mehrere Präparate bestellt, kann durch größere Bestellungen und Preisvergleiche einiges sparen, da die Kosten für die Nahrungsergänzungsmittel selbst getragen werden müssen und in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Ärztlicher Rat ist das A und O

Bevor jedoch mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Präparaten begonnen wird, sollte zunächst Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Zudem kann durch die Absprache mit dem behandelnden Arzt auch einer Überdosierung oder Wechselwirkungen mit Medikamenten vorgebeugt werden. In der Regel wird der Arzt ein sogenanntes großes Blutbild erstellen, um daraufhin den Nährstoffhaushalt des Körpers zu bestimmen. Dieses wiederum gibt Aufschluss darüber, welche Depots ausgefüllt werden sollten und welche bereits gesättigt sind. Anstatt also blind auf Versprechungen der Werbung zu vertrauen und viel Geld für möglicherweise überflüssige Präparate auszugeben, sollte ein fachmännischer Rat vom Arzt eingeholt werden.

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