Nächster Halt: Rentierrennen

(djd). Bahnfahren kann eine intensive und zugleich entspannende Art des Reisens sein. Die Erfahrung, sich vergleichsweise langsam seinem Ziel zu nähern, ist in Zeiten immer größer werdender Beschleunigung für viele Menschen eine Wohltat. Rund 2.100 Kilometer sind es von Hamburg bis nach Gällivare in Lappland. Auf der 15-tägigen Zugreise, wie sie etwa der Veranstalter Bahnreisen Sutter anbietet, lässt sich das winterliche Schweden im Rhythmus der Schienen entdecken (3. bis 17. Februar 2013). Zugefrorene Seen und weite Steppen, schillernde Metropolen und rote Holzhausdörfer liegen auf dem Weg. Auf dem Programm stehen: Zurücklehnen, aussteigen und die Veränderung der Luft wahrnehmen, aber auch Kultur und Lebensart erleben.

Stadtbummel oder Eisbad

Die Reise beginnt in Hamburg und mit der spektakulären Überfahrt über die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö. Von dort geht es mit dem Schnellzug X2000 nach Stockholm. Das Venedig des Nordens zeigt sich gerade im Winter von seiner strahlenden Seite. Hell ist es im Februar übrigens wieder sieben bis acht Stunden am Tag, nachts kann man Polarlichter sehen. Nächster Halt ist Östersund, die mittelschwedische Stadt am Störsjo. Der „große See“ lädt im Winter zu einem Spaziergang oder – für Unerschrockene – zu einem Eisbad ein. Von hier steigen Bahnfahrer in einen Sonder-Triebwagen mit ausreichend Fensterplätzen für alle Reisenden, der zudem Blicke aus der Lokführerperspektive zulässt. Unter http://www.bahnreisen-sutter.de gibt es weitere Informationen, den detaillierten Reiseverlauf und eine Übersicht über die Leistungen.

Mit der „Inlandsbanan“ nach Jokkmokk

Die „Inlandsbanan“ bringt die Reisenden bis Gällivare nördlich des Polarkreises. Ein Höhepunkt auf diesem Streckenabschnitt ist der Stopp in Jokkmokk, dem Zentrum der samischen Kultur in Schweden, und der Besuch des dort stattfindenden Wintermarkts. Diese überregional bekannte Veranstaltung mit mehr als 400-jähriger Tradition, ihren Marktständen und dem Rentierrennen ist zwar auch ein touristischer Magnet, aber vor allem eines der bedeutendsten Ereignisse im Jahreslauf der Samen.

Scroll to Top