Nachwuchswissenschaftlerförderpreis für Lebensmittelsicherheit ging nach Rheinland-Pfalz

Angefertigt wurde die Arbeit im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Bonn unterstützten Forschungsprojektes des DLR, Steillagenzentrum, Abt. Weinbau- und Oenologie, Bernkastel-Kues unter Leitung von Herr Dr. Gerd Scholten und der wissenschaftlicher Betreuung von Herrn Prof. Dr. Dr. Dieter Schrenk, Technische Universität Kaiserslautern, Fachrichtung Lebensmittelchemie und Toxikologie sowie Frau Prof. Dr. Heike Raddatz, Hochschule Trier, Fachrichtung Lebensmitteltechnik. Überreicht wurde der Preis in festlichem Rahmen im Steillagenzentrum Bernkastel-Kues durch den Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung, Herrn Prof. Dr. Dr. Manfred Gareis, Ludwig-Maximilian-Universität München in Anwesenheit von Frau Dr. Christine Hbirkou, BMELV Bonn sowie zahlreicher Gäste.

In ihrer Laudatio machten der Leiter des Steillagenzentrums des DLR Herr Hubert Friedrich sowie Dr. Scholten neben der Würdigung der Leistungen von Frau Dr. Hausinger deutlich, dass Gesetzgebung, Handel und Verbraucher stetig steigende Anforderungen an die Weinbranche stellen. Die traditionelle manuelle Sortierung der Trauben geht neben hohem personellem und finanziellem Aufwand häufig mit einem nicht zufriedenstellenden Selektionsgrad einher, so dass zur Erfüllung der Anforderungen an Hygiene und Qualität sowie schonender Traubenverarbeitung optische Sortiermaschinen, die bereits in anderen Bereichen der Lebensmittelproduktion etabliert sind, auch für die Weinbereitung heute in technisch ausgereifter Form angeboten werden und insbesondere bei Weißweintrauben zu einem besseren Sortiererfolg führen. Anhand verschiedener Jahrgänge für die Region bedeutender Rebsorten konnte Frau Dr. Hausinger den positiven Einfluss der Aussortierung Fäulnis befallener Trauben mittels der laserunterstützten, vollautomatischen Traubensortierung für die Qualitätssteigerung von Wein. u. a. am Beispiel einer signifikanten Senkung des Gehaltes unerwünschter Stoffe wie Mycotoxine eindeutig belegen und zeigen, dass – wie vielfach noch angenommen – dieses Problem sich nicht allein durch die alkoholische Gärung minimiert. Dies stellt einen wichtigen Aspekt dar, der für eine verbesserte Qualitätssicherung und -steigerung vollautomatisch aussortierter Weine spricht. Daneben kann die vollautomatische Sortierung zu einer reduzierten Dosierung von Schwefeldioxid zwecks Stabilisierung sowie zur Ausprägung eines fruchtigen Aromenprofils beitragen.

Die Ergebnisse der Arbeit von Frau Dr. Hausinger sind von großer Bedeutung für den Weinbau und insbesondere auf Grund steigender Personalkosten für Winzergenossenschaften und Großflächenanbau rentabel und empfehlenswert.

Die ausgezeichnete Arbeit steht beispielhaft für eine langjährige gute Zusammenarbeit zwischen dem DLR, Abt. Weinbau und Oenologie, Bernkastel-Kues und der Fachrichtung Lebensmitteltechnik der Hochschule Trier, welche auch in zahlreichen gemeinsamen in Bachelor- und Masterarbeiten Ausdruck findet.

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