Nachsorge in der Nierentransplantation

Eine Transplantation bedeutet für den Patienten den Start in ein neues Leben. Eine optimale Betreuung für den Nierentransplantierten ist daher zwingend notwendig, damit dieser frei von der Dialyse sich wieder beruflich und sozial voll integrieren kann. Die Behandlung endet dabei nicht mit der Operation, die ambulante Nachsorge zur Sicherung der Transplantatfunktion muss und soll in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten von dem Zentrum vorgenommen werden, welches auch die Operation vorgenommen hat. Nur so können Komplikationen möglichst frühzeitig erkannt, behandelt und damit langfristig die Funktion des Transplantates gesichert werden.
Wenn man berücksichtigt, dass etwa 20% der Patienten wegen eines Transplantatversagens auf der Warteliste für eine Nierentransplantation sind, so hilft die Sicherung der Transplantatlangzeitfunktion nicht nur den unmittelbar Betroffenen, sondern vermindert auch den Organmangel für die anderen Patienten auf der Warteliste.
Diese ambulante Behandlung ist sehr aufwändig und verursacht nach einer neuen Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) Kosten von über 2.000 € im Quartal, in einzelnen Fällen erheblich mehr. Dem gegenüber stehen in fast allen Bundesländern Vergütungen über die jeweilige Hochschulambulanzpauschale, die in der Regel zwischen 40 und 100 Euro pro Quartal betragen. Eine angemessene Versorgungsstruktur ist damit nicht aufrechtzuerhalten. Die DGfN fordert daher kostendeckende, sachgerechte Nachsorge-Pauschalen für alle Transplantationszentren in Deutschland.

Für Presseanfragen:
Dr. Bettina Albers
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