Nach 12 Jahren: Rostocks Rektor aus dem Board bei Eurotransplant feierlich verabschiedet

Der international ausgewiesene Gefäßchirurg und Transplantationsspezialist, der seit Januar 2009 Rektor der Uni Rostock ist, begründet seine Entscheidung so: „Zwölf Jahre ehrenamtliche Arbeit bei Eurotransplant, das ist eine lange Zeit. Jetzt muss eine neue Medizinergeneration Verantwortung übernehmen“. Die Nachfolge des 63-Jährigen tritt jetzt der junge Innsbrucker Chirurg, Professor Christian Margreiter an. Der Präsident von Eurotransplant, Professor Bruno Meiser und der Gründer, der 90-jährige Professor Jon van Rood, dankten Prof. Schareck für seine leidenschaftliche Arbeit. Beide betonten unisono, dass Schareck eines der Urgesteine im Board gewesen sei.

Prof. Schareck sieht sein langes Engagement neben seinem Rektoramt so: „Eurotransplant ist ein gutes Beispiel für europäische Solidarität“. Schareck, der Vollblut-Mediziner ist, engagierte sich auch als Rektor permanent um eine wissenschaftsbasierte und gerechte Verteilung von Organen. Er ist zudem Initiator des Interdisziplinären Gefäßzentrums der Unimedizin Rostock.

„Die Beratungskomitees sind die wichtigsten Gremien bei Eurotransplant“, sagt Professor Schareck, der in der Abteilung für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie am Rostocker Universitätsklinikum wirkte und dort die Transplantation der Bauchspeicheldrüse sowie die kombinierte Leber- und Bauchspeicheldrüsentransplantation praktizierte.

In seiner Funktion als Chairman wirkte Prof. Schareck bei Eurotransplant unter anderem für die weitere Erarbeitung von Qualitätsstandard bei der Beurteilung von Organen. Sein Credo: Weiter an der Erstellung von Kriterien arbeiten, die möglichst konkrete Aussagen über ein gespendetes Organ und damit seine ideale Transplantation offenbaren. Eurotransplant ist eine gemeinnützige Stiftung, deren wichtigstes Ziel es ist, die Organtransplantation in Europa zu fördern.

Eurotransplant ist Vermittlungsstelle für Organspenden in den Benelux-Ländern, Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn. An der internationalen Zusammenarbeit dieser Länder sind alle Transplantationszentren, Gewebetypisierungslaboratorien und Krankenhäuser, in denen Organspenden durchgeführt werden, beteiligt. Eurotransplant erstellt und führt die Warteliste für alle Empfänger in den Mitgliedsländern, die von den Transplantationszentren gemeldet werden. Die Transplantation wird in einem der rund 50 deutschen Transplantationszentren durchgeführt. Für jedes einzelne zu transplantierende Organ (Lunge, Leber, Herz, Niere, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm) hat die Ständige Kommission Organtransplantation ein jeweils viele Seiten starkes Dossier mit Kriterien erarbeitet, nach denen Empfänger ausgewählt werden sollen. Text: Wolfgang Thiel

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