Mythos und Moderne

(djd). In diesem Jahr feiert das Künstlerdorf Worpswede vor den Toren Bremens das 125. Jubiläum seiner Gründung. Im Jahre 1889 ließen sich die ersten Maler in dem bis dahin völlig unbekannten Moordorf nieder und machten es innerhalb weniger Jahre zur bekanntesten Künstlerkolonie Deutsch­lands und zu einer Pilgerstätte für Künstler und Sinnsucher. Bis heute hat sich Worpswede seinen Ruf als lebendiges Künstlerdorf mit einer vielfältigen Kunstszene und internationaler Ausstrahlung erhalten.

Vier Museen – eine Jubiläumsausstellung

Das Jubiläum findet seinen Höhepunkt in der gemeinsamen „Großen Sommerausstellung ‚Mythos und Moderne'“ der vier großen Worpsweder Museen vom 11. Mai bis zum 14. September. Der Bogen spannt sich von den Anfängen bis in die Gegenwart, von den Malern der ersten Stunde bis hin zu zukunftsweisenden künstlerischen Positionen. Über 200 Schlüsselwerke beleuchten Licht und Schatten, Vision und Wirklichkeit, Erfolg und Scheitern, Krisen und Neuanfänge. Alle Informationen zur Ausstellung gibt es unter http://www.worpswede-museen.de.

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Das „Haus im Schluh“ zeigt unter dem Titel „Flucht in die Kunst – Aufbruch und frühe Erfolge“ die Anfänge der Künstlerkolonie. In den Werken der ersten Worpsweder Künstler und ihrer Wegbereiter wird der Beitrag der Kolonie zur kunstgeschichtlichen Entwicklung deutlich. „Verkannte Moderne – eine Gegenüberstellung“ – unter diesem Namen konfrontiert das Barkenhoff/Heinrich-Vogeler-Museum die Kunstwerke der berühmten Worpswederin Paula Modersohn-Becker mit den Werken der Gründer der Künstlerkolonie.

Die „Große Kunstschau Worpswede“ stellt unter dem Motto „Zeitenwende – Kunst und Weltanschauung“ die drei Künstler Heinrich Vogeler, Fritz Mackensen und Bernhard Hoetger vor, die die Geschichte der Kolonie nach dem Ersten Weltkrieg prägten. Die Worpsweder Kunsthalle schließlich beschäftigt sich mit der „Stunde Null – Neubeginn und Wege in die Moderne“. Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs gelingt Worpswede ein künstlerischer Neubeginn und eine zweite große Blütezeit in den 50er und 60er Jahren.

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